Wie schreibe ich ein Buch?

GrafikWie schreibe ich ein Buch? Diese Frage habe ich im Laufe meiner Autorenkarriere schon häufig gestellt bekommen. Hinsetzen, schreiben, bis zum Ende durchhalten! könnte eine Antwort lauten. Und im Prinzip ist damit etwas Wesentliches gesagt. Aber eben längst nicht alles. Weil auch Handwerk dazugehört, Zeit zum Schreiben, Schreibmedien, Software, Musen, Schweinehund-Dompteure, Rituale, und vieles mehr.

Und da die Antwort auf diese so einfach scheinende Frage so facettenreich und komplex ist, gibt es ab sofort ein Themenspecial in writingwomans Autorenblog, das genau so heißt: Wie schreibe ich ein Buch?

Die einzelnen Blogbeiträge zum Thema verlinke ich nach Erscheinen hier auf dieser Seite, damit ihr das gebündelte Wissen an einer Stelle abrufen könnt.

Los geht’s:

Grundsätzliches:

Figuren

Handlung entwerfen (Plotten)


Rezensenten-Club

Liebe Bücherwürmer,
ich möchte euch herzlich in meinen Rezensenten-Club einladen!

Rezensentin beim Lesen. Foto:  © Kaspars Grinvalds - Fotolia.de

Rezensentin beim Lesen. Foto:  © Kaspars Grinvalds - Fotolia.de

Wenn ihr

  • bei Lovelybooks, in Bücherforen oder bei YouTube aktiv seid
  • ein eigenes Bücherblog betreibt
  • Rezensionen veröffentlicht, die über Inhaltsangaben plus “Like” und “Dislike” hinausgehen

dann habt ihr vielleicht Lust auch meine Bücher zu besprechen und zu meinem Rezensenten-Club zu gehören.

Die Teilnahme ist selbstverständlich kostenlos! Das sage ich nur, weil “Club” vielleicht nach Mitgliedsbeitrag klingt ;-)

Als Clubmitglied erfahrt ihr zuallererst, wenn ich ein neues Buch veröffentliche und Rezensionexemplare zu vergeben habe. Das können durchaus auch Ebooks und Kinderbücher sein. Außerdem wird es immer mal wieder kleine Goodies geben.

Wer teilnehmen möchte und bereit ist, innerhalb eines Vierteljahres eine Rezension zu schreiben und mir den Veröffentlichungslink zu schicken, schreibt bitte eine Mail an .(Javascript muss aktiviert sein, um diese E-Mail-Adresse zu sehen) mit Name, Anschrift und Mailadresse. Außerdem möchte ich gerne wissen, wo ihr eure Rezension veröffentlichen möchtet (also in welchem Blog, in welchem Bücherforum, etc.), und ob ihr auch Kinderbücher besprechen würdet.
Solltet ihr mehrmals ohne Grund keine Rezension schreiben, vielleicht, weil ihr nur Bücher sammeln wollt, dann seid ihr hier falsch und ich nehme euch wieder vom Verteiler herunter.

Ich freue mich über eure Bewerbungen und werde sie schnellstmöglich prüfen.

Liebe Grüße

Grafik

P.S: Vielen Dank an meine liebe Kollegin Petra Schier für die schöne Idee, ein Rezensenten-Team aufzubauen!


Fotos zur Verwendung in Interviews, etc.

Hochladen wollte heute nicht recht klappen.

Einstweilen der Hinweis auf mein Facebook-Album, wo die neuesten Bilder in Originalgröße zu finden sind.


The Prophecy - Die Prophezeiung

Zweisprachige Fantasy für Kinder ab zehn.

Grafik

Buchvorstellung mit Leseprobe

Leserstimmen:

Detailreich und fantasievoll erzählt nimmt The Prophecy – Die Prophezeiung jüngere Englischlerner mit in ein fernes Land voller Elfen und anderer Fabelwesen. Manchmal ein wenig weitgreifend für das kleine Format, jedoch stets schlüssig in ihrem Verlauf, fließt die Geschichte dabei gleich aus unterschiedlichen Richtungen ineinander, um zu einem schillernden Ende zu führen. (lernclick.de)

Vollständige Rezension


Interviews

Wer hat mich interviewt?

2010

2009

2008

2006

2004

  • DER NORDBERLINER

  • Kunstmord

    Kunstmord. Kappes elfter Fall. Jaron Verlag.

    Kunstmord. Ein historischer Krimi in der Reihe Es geschah in Berlin ...
    von Petra A. Bauer
    Jaron Verlag, März 2010
    TB, 208 Seiten
    € 7.95
    ISBN: 389773642X

    AMAZON-BESTELL-LINK

    Der junge Berliner Maler Victor Reimer hat nur einen Traum: Er will der beste Künstler sein, den es je gegeben hat. Seit seiner Kindheit träumt er davon am Montmartre zu leben, dem Zentrum der Pariser Kunstszene. Auf Wunsch seines Vaters beginnt er eine solide Lehre, doch sein Herz gehört einzig der Kunst.
    Er begegnet Alfons Lauterbach, dessen Leidenschaft ebenfalls der Malerei gehört. Der menschenscheue Victor glaubt in Lauterbach einen wahren Freund gefunden zu haben, doch bald sieht er seine Existenz bedroht.

    ~~~~

    Petra A. Bauer schreibt einfach herzerfrischend unkonventionell und baut Spannung nicht vornehmlich aus Aktion auf, sondern erzeugt diese auch durch treffsichere Charakterzeichnungen. Die Handlung flacht hierbei nicht ab, sondern gewinnt durch die Lebendigkeit der Charaktere an Fahrt. Nicht ohne Witz werden selbst Nebenfiguren mit wenigen Worten (indirekt) charakterisiert.

    Thomas Lawall, querblatt.com, 15. Mai 2010


    Covergalerie

    Eine (rückwärts) chronologische Sammlung meiner Buchcover. Mit Sonderausgaben, ausländischen Exemplaren und Ebooks. Anthologien, zu denen ich einzelne Geschichten beigetragen habe, finden sich gesondert ganz unten.

    COVERGALERIE 2011
    COVERGALERIE 2010
    COVERGALERIE 2009
    COVERGALERIE 2008
    COVERGALERIE 2007 2006
    COVERGALERIE 2004
    COVERGALERIE HÖRBÜCHER
    COVERGALERIE iPhoneApps
    COVERGALERIE ANTHOLOGIEN
    COVERGALERIE ANTHOLOGIEN 2
    COVERGALERIE BUCHBEITRÄGE

    EBOOKS

    wird noch ergänzt


    World Champions - Weltmeister

    World Champions - Weltmeister, Langenscheidt

    Grafik

    Ein deutsch-englischer Fußball-Kinderkrimi für Jungen und Mädchen ab 10 Jahren
    von Petra A. Bauer
    Langenscheidt, Januar 2010
    € 6.95
    ISBN: 978-3-468-20540-8

    AMAZON-BESTELL-LINK

    Pünktlich zum WM-Jahr 2010 erscheint mein zweisprachiger Kinderkrimi zum Thema “Fußball”:

    Yannick ist sauer: Ausgerechnet sein englischer Gegenspieler Tony Bingham darf während der Fußball-Kinder-WM bei seiner Freundin Motte wohnen. Doch als Yannick von dem finsteren Plan zweier Engländer erfährt, ahnt er, dass er Tonys Hilfe braucht.

    Hier geht es zur Leseprobe!

    Infos zur Kinderkrimi-Serie:
    Deutscher Fließtext. 30% Englischanteil ist in den Dialogen untergebracht. Unbekante Vokabeln werden auf derselben Seite erklärt. Geeignet ab dem 2. Lernjahr Englisch.


    Nur die Guten sterben jung

    Nur die Guten sterben jung, in: Immer Ärger mit den lieben Verwandten. Kurzkrimis aus Ost und West.

    Nur die Guten sterben jung von Petra A. Bauer, in: Immer Ärger mit den lieben Verwandten. Kurzkrimis aus Ost und West.
    Silvija Hinzmann und Ruth Borcherding-Witzke (Hrsg.)
    Argument bei Ariadne, Oktober 2009
    € 12.90
    ISBN: 3867541868

    AMAZON-BESTELL-LINK

    »Habt ihr gehört?«, fragte sie. »Die Mauer ist offen!«
    »Für solche Scherze ist es eindeutig noch zu früh«, hatte Martina erwidert und sich erst überzeugen lassen, als Christian den Fernseher einschaltete und auf beinahe jedem Sender dauergewellte Menschen »Waaahnsinn!« in die Kamera riefen.
    Aus: Nur die Guten sterben jung von Petra A. Bauer

    Kurze Textausschnitte aller 14 Geschichten plus jeweilige Autorenvita.


    Midsummer Love - Mittsommerliebe

    Midsummer Love - Mittsommerliebe

    Grafik

    Ein deutsch-englischer Frauenroman (Schwierigkeitsgrad A2)
    von Petra A. Bauer
    Langenscheidt, Oktober 2009
    € 7.95

    Annika Reinhardt hat sich wegen einer kaputten Beziehung überstürzt von ihrer Firma nach Stockholm versetzen lassen und in Berlin alle Zelte abgebrochen. Erst als sie in Schweden völlig auf sich gestellt ist, wird ihr klar, auf was sie sich eingelassen hat.

    Amazon-Link Midsummer Love

    LESEPROBE

    CHAPTER TWO
    Als sie am nächsten Tag am Flughafen stand, war sie sich dessen nicht mehr so sicher. Schließlich ließ sie ihr ganzes bisheriges Leben hinter sich.
    Am Abend zuvor hatte ein tränenreicher Abschied von Delia und ihren anderen Freundinnen stattgefunden, die ihr versicherten, dass sie das Richtige tue. Und doch würde sie die Mädels vermissen.

    Delia hatte sie zum Flughafen bringen wollen, aber Annika wollte diesen Schritt lieber alleine tun.
    “I have to do everything on my own now, anyway. If you come with me to the airport, I probably won’t get on the goddamned aircraft.”

    Nach dem Einchecken beschloss sie, ihr neues Leben sofort zu beginnen. Sie war nun nicht mehr die Berlinerin Annika Reinhardt, sondern eine Geschäftsfrau auf dem Weg nach Schweden, die immerhin Englisch sprach, wenn sie schon kein Schwedisch konnte.

    “Möchten Sie ein Sandwich?” Die Stewardess lächelte freundlich.
    Annika sah sie fragend an.
    “Would you like a sandwich? Cheese? Ham?”, wiederholte die Flugbegleiterin.
    “Oh, yes. Cheese, please.”
    “Would you like something to drink?”
    “Coffee, please.”

    Das Sandwich schmeckte erstaunlich gut, und nachdem die Flugbegleiter den Abfall wieder eingesammelt hatten, befand sich das Flugzeug auch schon wieder im Sinkflug.

    Übung 4: “Would” oder “want”? Setzen Sie das passende Wort ein.
    1. I _____________________ like a sandwich, please.
    2. _____________________ you like something to drink?
    3. I don’t _____________________ to talk to any men.
    4. Do you _____________________ a new job?
    5. I _____________________ like a new job.
    6. We _____________________ another drink.

    Langsam verstehe ich, weshalb die Indianer bei der Erfindung der Eisenbahn sagten, ihre Seele käme gar nicht mit, dachte Annika, als sie auf dem Arlanda Airport stand. Eben war ich noch in meinem alten Leben und anderthalb Stunden später bin ich völlig woanders und ein neues Leben wartet auf mich.

    Sie trat durch die Absperrung und sah neugierig zu den Leuten, die dort standen und auf die Ankommenden warteten. Vergeblich hielt sie nach einem Schild Ausschau, auf dem ihr Name stand. Sie hatte gehofft, doch abgeholt zu werden, obwohl BPC Stockholm ihr geschrieben hatte, sie solle den Bus nehmen.
    Sie kramte die Reiseunterlagen aus ihrer Handtasche und sah sich um.

    “Excuse me, can you tell me the way to the shuttle, please?”, fragte sie eine blondbezopfte Frau, die eben an ihr vorbeieilen wollte.
    “Flygbussen?”, fragte diese zurück und deutete auf ein Schild mit eben dieser Aufschrift.
    “Just follow those signs. It’s pretty easy.” Die Frau lächelte und lief weiter.

    Annika ging den blauen Schildern nach. Es gab auch einen Zug, den Arlanda Express, aber die Firma hatte offensichtlich Geld sparen wollen und für sie den Bus gebucht.

    Hoffentlich handelt es sich bei der Wohnung nicht auch um eine Sparversion, überlegte sie, als sie schließlich im Bus saß und die Landschaft an sich vorbeiziehen sah.
    Solna stand auf einem Schild, und als sie die Bürogebäude dieser Stockholmer Vorstadt im Vorbeifahren betrachtete, entdeckte sie auch das Logo der Babylon Phone Company oben an einem der Häuser. Die Firma war nicht nur Telefongesellschaft sondern stellte auch eigene Mobiltelefone her. In Deutschland spielte
    BPC nur eine kleinere Rolle, doch in Skandinavien war der Marktanteil deutlich höher. Die schwedische Niederlassung war für ganz Skandinavien zuständig, und Annika war gespannt, ob es einen gravierenden Unterschied zwischen der Arbeit in der deutschen und schwedischen Abteilung für Unternehmenskommunikation geben würde.

    Die Endhaltestelle des Flughafenbusses befand sich am Cityterminalen, dem zentralen Omnibusbahnhof, der durch einen unterirdischen Gang mit T-Centralen verbunden ist.
    T-Centralen ist das Herz des Stockholmer U-Bahnnetzes, an dem alle Linien zusammentrafen. Das T steht für Tunnelbana – schwedisch für U-Bahn. Auch der Hauptbahnhof war direkt nebenan.

    “Excuse me, please. How do I get from here to Södermalm?”, fragte sie einen vorbeihastenden Mann.
    “Sorry, I’m a stranger here myself. You’d better ask at the information desk.” Er deutete vage in eine Richtung und war schon weitergeeilt.

    Das fing ja gut an. Annika war mit einem Mal sehr froh, dass sie tatsächlich nur ihren roten Koffer, die große Handtasche und das Notebook dabei hatte. T-Centralen war der größte und unübersichtlichste Bahnhof, der ihr je untergekommen war. Sie hätte ein Taxi nehmen können, doch auch dafür hätte sie erst einmal aus dem Bahnhof hinaus auf die Straße finden müssen. Und überhaupt – wenn sie schon am ersten Tag vor dieser Stadt kapitulierte, wie sollte es dann wohl weitergehen?

    Entschlossen wandte sie sich an eine Frau, die vor einer Wand stand und auf etwas zu warten schien. Diesmal hatte sie Glück. Die Frau brachte Annika zum Customer Service von Storstockholms Lokaltrafik. SL stand in großen Lettern darüber.

    “Don’t forget to take a number first!”, rief sie ihr noch zu,als Annika durch die Glastür zur Information ging. Annika zog eine Nummer und wartete, bis diese über dem Schalter eines Kundenbetreuers aufleuchtete. Als sie endlich vor dem Mann am Infoschalter stand, fühlte sie sich plötzlich klein und allein. Der Mann lächelte sie so väterlich-freundlich an, dass sie ihm am liebsten ihr Herz ausgeschüttet hätte. Doch was ging ihn ihr dummes Leben an?

    (...)


    A Heart in New York - Ein Herz in New York

    A Heart in New York - Ein Herz in New York

    Grafik

    Eine deutsch-englische Liebesgeschichte für Mädchen ab 12
    von Petra A. Bauer
    Langenscheidt, Oktober 2009
    € 7.95

    Der dritte Band um die beiden Freundinnen Nina Clark und Britt Solvenstein spielt im Big Apple! If you can make it there, you’ll make it anywhere, hatte schon Frank Sinatra gesungen, doch Nina ist sich da nicht so sicher. Denn ihr Vater hat einen Ruf als Professor an der Columbia University angenommen und Nina muss mit, ob sie will oder nicht.

    New York
    Like a scene from all those movies
    But you’re real enough to me
    But there’s a heart
    A heart that lives in New York

    (Simon & Garfunkel)

    Dieses Lied war meine Inspiration für den Buchtitel. Das legendäre “Concert in Central Park” hat mich doch sehr beeinflusst :-)

    Hier geht es zur Leseprobe.

     


    Unschuldsengel

    Unschuldsengel. Kappes neunter Fall. Jaron Verlag.

    Grafik

    Unschuldsengel. Ein historischer Krimi in der Reihe Es geschah in Berlin ...
    von Petra A. Bauer
    Jaron Verlag, 2009
    TB, 208 Seiten
    € 7.95
    ISBN: 3897736020

    AMAZON-BESTELL-LINK

    Mina Kowalewski versucht anno 1926 ihr Glück in Berlin. Kommissar Kappe hat derweil mit einem Serienmörder zu tun, der Mädchen mit einem Seidenschal fesselt und anschließend bestialisch ermordet.

    Buchpremiere

    Freitag, 12. Juni
    Beginn: 20:00 Uhr
    Dorotheenstädtische Buchhandlung
    Turmstr. 5
    10559 Berlin

    Eintritt 3,- Euro


    Presse- und Leserstimmen:

    Unterm Strich ist “Unschuldsengel” daher nicht nur ein von der ersten bis zur letzten Seite ein Pageturner, sondern ein gelungenes Sittengemälde. Krimi-Forum

    Geiler Krimi sag ich nur, toll geschrieben, süffig und spannend, mit einem listigen Ding irgendwo im Hintergrund das alles verbindet und man kaum auf die Schliche kommt… und det Beäliinern…*lach ein Krimi voller Atmosphäre und ohne den wohl etwas zu romantischen Blick auf das Berlin der 20er jahre… mehr davon !! thumbs up! Grüsse aus der Schweiz!
    Marcel Felder, Wintherthur


    Pirates of Plymouth – Piraten von Plymouth

    Pirates of Plymouth – Piraten von Plymouth, Langenscheidt

    Grafik

    Ein deutsch-englischer Kinderkrimi für Jungen und Mädchen ab 10 Jahren
    von Petra A. Bauer
    Langenscheidt, 2010
    € 6.95
    ISBN: 3-468-20814-6

    AMAZON-BESTELL-LINK

    Faule Sommerferien sollten es für Alina und Leon werden. Doch dann erzählt ihnen ein alter Mann von Piraten, die angeblich die Gegend unsicher machen. Die Geschwister wollen der Geschichte auf den Grund gehen und geraten dabei in einen verzwickten Kriminalfall.

    Ältere Ausgabe:

    Grafik

    Interessierst du dich dafür was Alina und Leon im ersten Band auf dem Kreuzfahrtschiff erlebt haben?

    Hier geht es zur Leseprobe von Pirates of Plymouth:

    LESEPROBE

    Kapitel 1:
    Freudiges Wiedersehen

    (im Buch sind unbekannte Vokabeln erklärt)

    “Da unten! Ich sehe die Landbahn!“ Leon fuchtelte mit den Armen herum und hätte mir dabei beinahe ins Auge gepiekt. Ich hätte mir den Flughafen von Plymouth auch gerne von oben angesehen, aber mein Bruder machte sich so breit, dass ich keine Chance hatte, an das winzige Flugzeugfenster heranzukommen.

    „Ist das klein!“
    „Ja, logisch. Von oben sieht immer alles klein aus, weißt du?“, begann ich ihn wie einen Dreijährigen zu belehren, aber er unterbrach mich sofort.
    „Das weiß ich doch selber, Mensch! Ich meine ‚klein’ im Sinne von ‚übersichtlich’. Das sieht aus, wie ein Dorf-Flughafen. Da kreuzen sich eine Start- und eine Landebahn, und ein richtiges Flughafengebäude sehe ich auch nicht.“

    Wenn man je von Frankfurt aus geflogen ist, wie wir im letzten Jahr, als Mama diese verrückte Kreuzfahrt für uns alle gewonnen hatte, dann musste einem fast jeder andere Flughafen ohnehin winzig erscheinen. Aber dieser war es tatsächlich: Es wurde eine Treppe an das Flugzeug gerollt, und als wir ausstiegen, mussten wir zu Fuß zum Terminal laufen. Das Ankunftsgebäude des Plymouth City Airport sah auf den ersten Blick aus wie eine Autobahnraststätte, und war auch nicht viel größer. Zwei Buchsbäume in Kübeln säumten den Eingang, daneben standen zwei Bänke, ein Abfalleimer und noch ein Blumenkübel. Das war alles. Mehr hätte auch nicht dorthin gepasst.

    Wir traten durch die Tür, doch bevor ich den Innenraum näher betrachten konnte, wurde ich auch schon beinahe umgeworfen.

    „Alina!“ Ein Mädchen mit schulterlangen, braunen Haaren drückte mich an sich und quieke mir ins Ohr, aber das war vollkommen okay. Schließlich war es Lucy, die wir auf dem Kreuzfahrtschiff kennengelernt und mit der wir gemeinsam einen Schmuckdieb und dessen Komplizen überführt hatten.

    „Lucy!“, quiekte ich zurück und bemerkte, wie Leon die Augen verdrehte. Ich wusste genau, was er in diesem Moment dachte: „Weiber!“

    Entsprechend cool fiel auch seine Begrüßung aus: „Hi!“, sagte er nur und gab ihr zögernd die Hand, während die andere Hand tief in seiner Hosentasche stecken blieb. Leon war auch im letzten Jahr von Lucy erst nicht begeistert gewesen, doch wir drei waren Freunde geworden, und daher verstand ich nicht ganz, was diese Zurückhaltung jetzt sollte. Aber ich kümmerte mich einfach nicht weiter um ihn.

    „I’m so glad to be here, Lucy! How are you?”
    “I’m fine, thank you. But it’ll be much better with you around in the house. It’s a little bit boring, alone with Aunt Mary, Spencer and our ghost.” Lucy kicherte.
    “Who’s Spencer?”
    “I thought, you’d rather ask me for the ghost. But to answer your question: Spencer is our driver. Oh, and our butler. I really think he is a kind of handyman.”

    Während wir auf unser Gepäck warteten, erzählte mir Lucy von ihrem Hausgeist.

    „No-one has ever seen him, but this spooky little person is screwing up everything. So be careful with your luggage. It might happen you have to explore the whole house and then find your stuff in the cellar or in the attic.”

    Na, das waren ja reizende Aussichten!

    Lucy senkte die Stimme: „To be honest, I think, it’s Aunt Mary herself. She’s kinda mentally confused sometimes. Sometimes she hides things without remembering it afterwards. But you shouldn’t tell her, for she’s getting angry then.”

    Als wir endlich unsere Koffer in den Händen hielten, kam ein hagerer Mann auf uns zu und nahm uns das Gepäck ab. Oben auf dem Kopf hatte er fast keine Haare mehr und die restlichen standen in grauen Büscheln wild nach allen Seiten ab. Er sah aus wie einer der Geier aus dem Dschungelbuch.

    „Welcome to Plymouth, Alina and Leon. I’m Spencer. If you have any wishes call my name, and I’ll get it for you.”

    Er lächelte und nun sah er aus wie ein sehr freundlicher Geier. Ich mochte ihn sofort. Leon anscheinend auch, denn er strahlte Spencer an und fragte: „Is that also true for chocolate?“

    „Still that chocoholic guy?“, zog Lucy ihn auf und knuffte ihn mit der Faust auf den Oberarm. Damit war das Eis gebrochen, denn Leon knuffte zurück. Es kam mir so vor, als hätte er befürchtet, Lucy könne eines von diesen typischen Mädchen geworden sein, die sich nur noch um Klamotten und ihr Aussehen kümmerten. Lucy hatte sich in dem knappen Jahr zwar tatsächlich ein wenig verändert – sie war ziemlich gewachsen und hatte schon einen kleinen Busen, während ich noch immer flach war wie ein Bügelbrett – aber vom Wesen her war sie offenbar die Alte geblieben.

    Zum Glück, sonst hätten das echt schreckliche Sommerferien werden können.
    Spencer lud das Gepäck in einen alten Ford und hielt uns die Hintertür auf. Dann machten wir uns auf den Weg zu Tante Marys Haus.

    „She’s living a little bit outside of Plymouth. But that’s really no problem. Spencer is always there to drive her everywhere she wants to. Aunt Mary’s house has a gorgeous oceanview, so she won’t leave it as long as she lives.”

    Lucy hatte nicht zu viel versprochen. Haus war jedoch ein viel zu bescheidenes Wort für das Anwesen, das sich auf einer Klippe dem Meer entgegenreckte. Und die Aussicht war wirklich atemberaubend! Hier würde ich auch nie wieder weg wollen, so viel war klar. Selbst Leon blieb vor Staunen der Mund offen stehen, als er über das Meer blickte, das an diesem Tag blau und still vor uns in der Sonne lag.


    AMAZON-BESTELL-LINK

    Interessierst du dich dafür was Alina und Leon im ersten Band auf dem Kreuzfahrtschiff erlebt haben?


    Heart of Glass – Herz aus Glas

    Heart of Glass – Herz aus Glas, Langenscheidt

    Grafik

    Eine deutsch-englische Liebesgeschichte für Mädchen ab 12
    von Petra A. Bauer
    Langenscheidt, 2008
    € 7.95
    ISBN: 3-468-20487-6

    AMAZON-BESTELL-LINK

    Dies ist der zweite Band um Britt Solvenstein. Ihre große Liebe kommt zu Dreharbeiten nach Berlin, aber irgendetwas ist anders. Zu allem Überfluss taucht in ihrer Klasse auch noch Deborah Wilcox auf, eine Austauschstudentin aus Amerika. Britt und ihre Freundinnen beschließen rasch, die arrogante Barbiepuppe nicht zu mögen, die sich nicht einmal bemüht Deutsch zu sprechen und allen mit ihrem Cheerleader-Getue auf die Nerven geht. Doch die Vorbereitungen für einen ‘Bunten Abend’ in der Schule, bringen unvorhergesehene Ereignisse - auch für Britts Liebesleben.

    Interessierst du dich auch für Britts Vorgeschichte im ersten Band?

    Hier geht es zur Heart-of-Glass-Leseprobe:

    LESEPROBE

    (im Buch sind unbekannte Vokabeln erklärt)

    HAPPY FEELINGS
    Something’s in the air, I can feel it. It’s not just springtime. I’m not sure what it’s about, but I’ll find out soon.
    But now it’s time for school. Ärgs. Don’t know what ‘Ärgs’ is in English. I will ask N. for that.

    Posted by ButterflyHeart March 23rd 7.18 a.m.  0 Comments


    Kapitel 1:
    Endlich!

    “Mist, ich lerne das nie!” Ich ließ meine Stirn zum Ertönen der Pausenklingel voll übertrieben auf den Schultisch knallen.
    “Tu nicht so, als wärest du die Erste, die Schwierigkeiten mit der englischen Grammatik hat, Britt!” Nina Clark war zwar meine Freundin, aber sie konnte ziemlich streng sein, vor allem, wenn es um ihr Lieblingsfach Englisch ging.
    Ich nahm den Kopf wieder hoch und sah Nina beleidigt an. “Du hast gut reden - bei deiner Abstammung!” Ninas Vater ist Amerikaner, und so ist Nina zweisprachig aufgewachsen. Aber sie ließ das nicht gelten.
    “Stop your lame excuses! You’re no better than last summer before we took you along to San Fran?”

    Ronan Clark ist nicht nur Amerikaner, sondern auch Professor für Städteplanung. Er war im Sommer zuvor im Rahmen einer wissenschaftlichen Zusammenarbeit mit der University of California, Berkeley für einige Wochen nach San Francisco gereist. Seine Familie war mitgekommen, um dort Urlaub zu machen. Irgendwie hatten wir es gemeinsam geschafft, meine überaus skeptischen Eltern zu überreden, dass ich ebenfalls mitfliegen durfte. Immer unter der Voraussetzung, dass ich die ganze Zeit über englisch redete und ein englisches Reisetagebuch führte.

    “Ich kenne ja jetzt auch viele neue Vokabeln, aber meine Grammatik ist davon nicht besser geworden! Futur II, was für ein Quatsch, das braucht man doch nie.”
    “Wieso? Hast du Chris nie gemailt: I will have been kissing you?”
    “Nee, wozu? I will kiss you oder I want to kiss you, aber wen interessiert denn, ob ich ihn geküsst haben werde?” Ich machte eine kleine Pause und sah verträumt an die Tafel, an die ein paar Jungs aus unserer Klasse gerade schweinische Sätze schrieben. “Mich interessiert viel mehr, wann ich ihn überhaupt endlich wieder küssen werde.”
    “Wollte er nicht jetzt im Frühling zu Dreharbeiten nach Berlin kommen?”

    Nina fragte so, als ob ich sie nicht immer über die neuesten E-Mails von Chris aus San Francisco informieren würde. Chris und ich hatten uns während meines USA-Aufenthalts unsterblich verliebt, obwohl ich es ja eigentlich auf Nicholas Stevenson abgesehen hatte, der ebenfalls in San Francisco lebt. Er ist ein bekannter amerikanischer Schauspieler und ich kannte ihn vorwiegend aus der BRAVO. Letztlich hatte er sich jedoch als arroganter und mieser Kerl entpuppt. Chris war zur Stelle gewesen, um mich zu retten.

    Ich seufzte tief. “Hoffentlich ist es bald so weit. Ich habe schon Angst, dass ich ihn nicht wiedererkenne.”
    Ich hatte keine Zeit länger darüber nachzudenken, weil Frau Schaaf, unsere Biolehrerin, die Klasse betrat, und die ist nicht gerade bekannt dafür, besonders verständnisvoll zu sein, wenn jemand trödelte.

    Meine erste Amtshandlung, als ich endlich zu Hause war, bestand darin, den Computer hochzufahren. Ich checkte jeden Tag mehrmals meine Mails, um zu sehen, ob Chris geschrieben hatte. In letzter Zeit kam das nicht mehr so häufig vor; vermutlich war er sehr beschäftigt. Auch Chris ist Schauspieler, wenn auch nicht so bekannt wie Nicholas Stevenson, aber er arbeitet daran.

    Ich öffnete mein Mailprogramm. Im ersten Betreff bot man mir eine Potenzpille an, in der zweiten Mail wollte man mich mit günstigen Krediten locken. Ich hasse diese Spam-Mails!
    Aber direkt darunter sah ich einen Absender, den ich gut kannte: chris.mallory @ aol.com. Und im Betreff stand: “Surprise!”
    Rasch öffnete ich die Mail.

    Hello, Britty-Darling,
    I hope, you’re doing fine! Sorry for not writing to you for such a long time, but I’ve been very busy. If you’d be able to watch American TV, you could see my face on CBS everyday. We shot a commercial for a special bodylotion. I’m half naked, baby! But don’t worry, I only love you, and all the other girls that come to my door are just for sex.

    Ich muss ein dämliches Gesicht gemacht haben, las aber schnell weiter.

    Just kidding, sweetheart! I’m faithful to you, that’s for sure.
    How are you doing? Are you missing me? I miss you very much. Therefore I’m very happy to tell you, that I’ll come to Berlin! It’s for that filmshooting I was talking about in San Fran already. We’ll start on 3rd of April and I’ll arrive two days before. Isn’t that great?
    I’m looking forward to seeing your lovely smile.

    Billions of kisses
    Chris

    Meinen Schrei hörte man vermutlich bis auf die Straße.

    “Alles in Ordnung, Britt?” Meine Mutter klang ziemlich besorgt.
    Ich flitzte direkt hinunter in die Küche und knuddelte sie. “Rate, was passiert ist!”
    “Du hast in der Englischarbeit eine Eins.” Mama war noch nie gut im Raten.
    “Die schreiben wir doch erst noch. Außerdem würde ich dann nicht so jubeln. So wichtig ist das auch wieder nicht.”
    “Na na.” Mama versuchte streng zu schauen, aber ich nahm ihr das nicht ab. Ich hatte vor kurzem durch Zufall ihre alten Zeugnisse gesehen und wusste deshalb, dass sie es mit der Schule auch nicht immer so genau genommen hatte.

    “Es ist viiiiiel besser: Chris kommt endlich nach Berlin!”
    “Na, das wurde wohl Zeit, richtig?” Mama wusste ja, dass er irgendwann kommen würde. Oft genug hatte ich davon erzählt. “Ich freu mich so für dich. Wann soll es denn so weit sein?”
    “Anfang April. Leider ist da ja Schule und ich habe nicht so viel Zeit für ihn.”
    “Ach, er kommt doch auch zum Arbeiten her. Irgendwann werdet ihr euch schon sehen können.”
    “Dafür werde ich sorgen.”
    “Hey, aber nicht Schule schwänzen, klar?”
    “Das würde ich doch niiiiiee tun, das weißt du doch.” Ich kicherte und entwischte aus der Küche, bevor Mama den Wischlappen nach mir werfen konnte.
    Und dann lief ich sofort zu Nina hinüber, allen Hausaufgaben zum Trotz.

    AMAZON-BESTELLINK


    Non-Fiction und Ratgeber

    Ratgeberliteratur rund um den Themenkomplex Familie und Lifestyle ist einer meiner non-fiktionalen Schwerpunkte. Besonders freue ich mich, wenn Ratgeberautoren mich um Gastbeiträge zu Themen bitten, die mir sowieso am Herzen liegen. Bislang ging es vorwiegend um den großen Themenkomplex des Selbst- und Zeitmanagements sowie Hochbegabung bei Kindern und Jugendlichen.

    Der Einfachheit halber habe ich alle Publikationen chronologisch absteigend sortiert:

    Hierhin kommt ein Text über die spannende Herausforderung, Ratgeber für eine bestimmte Zielgruppe zu schreiben und warum das eine besonders reizvolle und bereichernde Aufgabe ist. Kurzes “Mission Statement”: So soll ein Ratgeber sein, das soll er leisten und das kann ein Verlag erwarten, wenn Petra A. Bauer einen schreibt :-)

    Dann ein paar direkt verlinkte Beispiele: Neben zahlreichen Features für Magazine, habe ich verschiedene Gastbeiträge für Bücher verfasst und gemeinsam mit der Wiener Autorin Karina Matejcek einen Ratgeber für berufstätige Mütter veröffentlicht: Mama im Job.

     

     


    Fiktion für Kinder

    intro

    Text: erfahrungen, themen, traumprojekte ...


    Fiktion für Jugendliche

    Intro

    Text: erfahrungen, themen, traumprojekte ...


    Fiktion für Erwachsene

    Intro

    Text: erfahrungen, themen, traumprojekte ...


    Buchbeitrag: Zeitmanagement für Freelancer

    Zeitmanagement für Freelancer, in: Überleben ohne Sekretärin, Redline Wirtschaft, 2003

    Grafik

    Text über die Fallen, in die Freiberufler gerne mal tappen, weil die Umwelt denkt: „Du kannst dir deine Zeit doch frei einteilen. Kannst du nicht mal eben…“

    AMAZON-BESTELL-LINK


    Buchbeitrag: Selbstmanagement

    Selbstmanagement (mit Karina Matejcek), in: Treffpunkt Text, Das Handbuch für Freie in Medienberufen, Bramann Verlag, 2006

    Grafik

    Wir erklären, wie man als One-Woman-Show im Freiberufleraltag nicht untergeht. Wichtig: Sich selbst, die zur Verfügung stehende Zeit, Daten und Kontakte managen ohne sich dabei komplett zu verzetteln.

    AMAZON-BESTELL-LINK


    Fibeln und Broschüren für den Kinder Medienverlag

    Wie erklärt man Kindern die Welt? Die wichtigen Themen sind selbst für Erwachsene zum Teil schwierig zu verstehen. In Zusammenarbeit mit dem Kinder Medienverlag ist es mir gelungen, komplexe Themen auf wenigen Seiten für Kinder im Alter von sechs bis zehn anschaulich Jahren aufzubereiten.

    Grafik

    Julia und Janis, die beiden Protagonisten aller Broschüren, beleuchten die Themen aus ihrer Erlebniswelt und bringen den kleinen Lesern die Inhalte in Dialogen näher. Um die Sachverhalte noch anschaulicher zu gestalten, sind die Texte mit Illustrationen von Carsten Mell versehen. Zusätzliche (Würfel-)Spiele vertiefen das Gelernte.

    Rami Ciftci, Kindermedienverlag:
    Die Zusammenarbeit mit Frau Bauer ist sehr angenehm und unkompliziert. Ihre Texte sind sehr anschaulich, so dass die Zielgruppe - Kinder zwischen fünf und zehn Jahren - auch kompliziertere Sachverhalte gut versteht. Die Auftraggeber der Broschüren sind stets begeistert.

    Folgende Broschüren sind bereits erschienen oder in Arbeit:
    Mission: Klimaschutz
    Photovoltaik
    (es sind noch verschiedene Hefte in Planung, aber vermutlich darf ich noch nichts darüber verraten. Drei oder vier werden es bis Ende 2008 jedenfalls sein)

    Alle Hefte sind direkt über den Kinder Medienverlag zu beziehen:

    Kinder Medienverlag
    Rami Ciftci
    Antoniusweg 7
    66763 Dillingen
    Tel.: 06831 – 76 87 792
    www.kinder-medienverlag.de
    .(Javascript muss aktiviert sein, um diese E-Mail-Adresse zu sehen)


    Krimis und Romane

    Bücher, die ich für Erwachsene schreibe, handeln auf unterhaltsame Weise von Mord, Liebe und Leidenschaft. Nicht unbedingt zu gleichen Anteilen, aber ein wenig kriminelle Energie hat – zumindest auf dem Papier – noch niemandem geschadet ;-)

    Bücher verfassen, die ich selbst gerne lesen würde – diesen Anspruch habe ich beim Schreiben. In erster Linie sollen meine Bücher unterhalten. Wenn jemand abends nach der Arbeit eine meiner Veröffentlichungen zur Hand nimmt und beim Lesen den Stress des Tages vergisst, dann habe ich mein Ziel erreicht. Da ich in verschiedenen Genres schreibe, ist auch beinahe für jeden Bücherwurm etwas dabei.
    Ich lade auf diesen Seiten herzlich zum Stöbern ein.

    Das macht für mich einen guten Krimi aus:

    Beispiele, verlinkte Bücher, mein erster Krimi war ... etc.


    Kolumnen

    Kolumnen sind an und für sich eine journalistische Textform. Dass Kolumnen hier auch unter dem Stichwort "Autorin" auftauchen, liegt daran, dass ich bisher Kolumnen schreibe, die sich für mich eher nach Autorentätigkeit anfühlen. Und außerdem liebe ich diese Ausdrucksform so sehr, dass ich möchte, dass potenzielle Auftraggeber sie auch ganz bestimmt finden ;-)

    Referenzen und Textbeispiele gibt es jedoch trotzdem “drüben” bei meinem journalistischen alter ego.


    Lesungen

    Selbstverständlich lese ich gerne aus meinen Krimis und Kinderbüchern vor. Auch Märchen, Kurzgeschichten, zweisprachige Kinderbuchlesungen und Bloglesungen biete ich an.

    In Buchhandlungen, Bibliotheken, Schulen, Hotels, Freizeitstätten, Burgen, Kellern, Leichenschauhäusern, Wohnzimmern und anderen gewöhnlichen oder ungewöhnlichen Orten. Als Einzellesung oder auf Lesefestivals und Veranstaltungen jeder Art. Kein Weg ist zu weit, kein Ort zu hoch.

    Schlafendes Publikum? Gibt es bei mir nicht!

    Lesungen veranstalten
    Honorar
    Lesepakete
    Beispielhafte zweisprachige Lesung in der 6. Klasse einer Grundschule

    Im erweiterten Text die Infos zu Lesungshonoraren.


    Lesungen veranstalten

    Lesungen veranstaltet man ja nicht jeden Tag. Besonders Neulinge auf diesem Gebiet wissen daher oft nicht recht, wie Sie mit den Autoren umgehen sollen. Auf dieser Seite gibt es Infos zum Ablauf einer Lesung, zum Honorar, ich stelle meine Lesepakete vor, und das ganze Drum und Dran wird auch behandelt.

    HÄUFIGE FRAGEN

    Für wen liest du?

    Für jeden, der mir zuhören mag. Groß, klein, alt und jung – ich habe für alle etwas dabei. Grundsätzlich kann ich zu jedem meiner Bücher eine Lesung veranstalten. Ich lese aber nicht nur vor, sondern beantworte auch Fragen oder berichte etwas über den Weg von der Idee zum Manuskript, zur Druckfahne zum Buch…
    Anfragen zu speziellen Workshops (Krimi, Kurzgeschichte, Exposé …) bitte über das Kontaktformular.


    Was benötigst du dafür?

    Einen Tisch mit Stuhl (ggf. auch ein Stehpult). Für ausreichendes Licht (eine gute Leselampe) muss gesorgt werden, v.a wenn der restliche Raum in schummriges Kerzenlicht getaucht ist.

    Ein gutes Mikrofon mit Verstärker (und die entsprechenden Kabel; das wird gerne vergessen). Das Mikro sollte so angebracht sein, dass es beim Lesen nicht den Text verdeckt (das ist leider nicht selbstverständlich).
    Nachdem ich einmal in einem riesigen, verwinkelten Restaurant vor 70 Leuten OHNE Mikro eine Stunde lang die Lesung brüllen musste, weiß ich, was ich nie wieder tun werde. In normalen Klassenräumen ist eine Mikrofonanlage allerdings nicht erforderlich.

    Ein Glas stilles (!) Wasser

    • Werden zusätzliche Dinge benötigt, habe ich dies bei jedem Lesepaket extra vermerkt


    Wir haben unseren Standort weit außerhalb Berlins. Kommst du trotzdem einer Lesung?
    Ich komme gerne überall hin. Allerdings müsste ich dann auch die Fahrtkosten erstattet bekommen und benötige eine Unterkunft. Ob preiswertes Etap-Hotel oder eine private Unterbringung, spielt keine Rolle. Ich wehre mich aber auch nicht gegen das Vier-Jahreszeiten ;-)
    Wenn sich nun zum Beispiel mehrere Gemeinden zusammenschließen, so dass ich in unterschiedlichen Buchhandlungen, Büchereien, Hotels, Schulen, Freizeistätten, etc. lese (durchaus auch mit unterschiedlichen Programmen), dann wird es schon wg. der geringeren Fahrtkosten für alle Beteiligten preiswerter. Für mehrere Lesungen an einem Tag räume ich auch Rabatte ein.

    Wie lange müssen wir im Vorhinein planen?

    Je eher ich von einem Termin weiß, desto besser kann ich planen, und umso höher ist die Chance, dass der Tag auch noch frei ist. Gerade bei weiter entfernten Zielen weiß ich natürlich gerne ein paar Monate vorher Bescheid, so dass ich ggf. auch eine kleine Lesereise zusammenstellen kann, wenn sich nicht ohnehin ein paar Gemeinden zusammengetan haben um mich einzuladen.
    Doch grundsätzlich gilt: Einfach fragen, auch wenn der Termin relativ kurzfristig ist - vielleicht habe ich ja doch Zeit.

    Bericht einer beispielhaften Schullesung


    Meine Lesepakete

    Lesepakete

    Im Prinzip biete ich passend zu allen Büchern und Texten Lesungen an. Um die Auswahl zu erleichtern, habe ich die Lesepakete nach Altersstufen sortiert und mit Hinweisen versehen:

    KINDERGARTENALTER

    Bauer Claus bleibt heut zu Haus

    Verkehrte Welt auf dem Bauernhof. Der Bauer ist krank - die Tiere übernehmen den Job.
    Für Kindergärten, Vorschulen, Kindergeburtstage.
    Dauer: 20 min. Hinterher können auf Wunsch passende Bilder ausgemalt werden. Selbstverständlich beantworte ich auch Fragen. Insgesamt ca. 60 bis 75 Minuten.

    Gute Nacht, hab ich gesagt!
    Felix soll schlafen, aber seine Kuscheltiere sind putzmunter. Seltsam, dass Mama und Papa das nicht verstehen.
    Für Kindergärten, Vorschulen, Kindergeburtstage.
    Dauer: 20 min. Hinterher können auf Wunsch passende Bilder ausgemalt werden. Selbstverständlich beantworte ich auch Fragen. Insgesamt ca. 60 bis 75 Minuten.


    KLASSENSTUFE 1 UND 2 (bzw. gemeinsame Schuleingangsstufe):

    Vom Baumhaus ohne Baum
    Eine Geschichte, die bei Ohrenbär gesendet wurde (dort gesprochen von Muriel Baumeister).
    Bitte bereitstellen: CD-Player, Buntstifte für die Kinder.
    Dauer: Zwei Schulstunden. Die Geschichte selbst dauert 30 Minuten. Anschließend malen die Kinder ihr Traumbaumhaus und haben Zeit Fragen zu stellen.

     


    KLASSENSTUFE 5 UND 6:

    An Exciting Cruise - Eine aufregende Kreuzfahrt.

    Deutsche Erzählpassagen mit teilweise englischsprachigen Dialogen. Ich kann die gesamte Lesung bestreiten, es können die Schüler aber auch einen Teil der englischen Dialoge mit verteilten Rollen spielen. Auf jeden Fall empfiehlt sich eine Vorbereitung auf die verwendeten Vokabeln. Ich lasse den Lehrern den Textteil der Lesung im Vorfeld per Mail zukommen, für optimale Vorbereitung.
    Dauer: Zwei Schulstunden.

    Pirates of Plymouth - Piraten von Plymouth
    Deutsche Erzählpassagen mit teilweise englischsprachigen Dialogen. Ich kann die gesamte Lesung bestreiten, es können die Schüler aber auch einen Teil der englischen Dialoge mit verteilten Rollen spielen. Auf jeden Fall empfiehlt sich eine Vorbereitung auf die verwendeten Vokabeln. Ich lasse den Lehrern den Textteil der Lesung im Vorfeld per Mail zukommen, für optimale Vorbereitung.
    Dauer: Zwei Schulstunden.

     


    KLASSENSTUFE 7:

    Vorsicht, Liebesgeschichten ;-) Besonders geeignet für reine Mädchenklassen oder -kurse.

    San Francisco Love Affair - Verliebt in San Francisco
    Deutsche Erzählpassagen mit teilweise englischsprachigen Dialogen. Ich kann die gesamte Lesung bestreiten, es können die Schüler aber auch einen Teil der englischen Dialoge mit verteilten Rollen spielen. Auf jeden Fall empfiehlt sich eine Vorbereitung auf die verwendeten Vokabeln. Ich lasse den Lehrern den Textteil der Lesung im Vorfeld per Mail zukommen, für optimale Vorbereitung.
    Dauer: Zwei Schulstunden.

    Heart of Glass - Herz aus Glas
    Deutsche Erzählpassagen mit teilweise englischsprachigen Dialogen. Ich kann die gesamte Lesung bestreiten, es können die Schüler aber auch einen Teil der englischen Dialoge mit verteilten Rollen spielen. Auf jeden Fall empfiehlt sich eine Vorbereitung auf die verwendeten Vokabeln. Ich lasse den Lehrern den Textteil der Lesung im Vorfeld per Mail zukommen, für optimale Vorbereitung.
    Dauer: Zwei Schulstunden.

     

    ERWACHSENE:

    NEU: Krimi: Unschuldsengel. Kappes neunter Fall
    Mina, eine junge Frau voller hochfliegender Träume, verlässt 1926 ihre Heimat in der Niederlausitz und kommt nach Berlin, um hier ihr Glück zu versuchen. Kommissar Kappe hat derweil mit einem Serienmörder zu tun, der Mädchen mit einem Seidenschal fesselt und anschließend bestialisch ermordet.
    Der Krimi ist Teil eines Kettenromans um den Kommissar Hermann Kappe, der in fiktiven Kriminalfällen das Berlin des frühen 20. Jahrhunderts widerspiegelt.

    Geeignet für Lesungen in Buchhandlungen, Bibliotheken, historischen Gemäuern…
    Dauer: ca. 60 min. Hinterher ca. 20 min. einplanen, damit Zuhörer Fragen stellen können.

    Krimi: Wer zuletzt lacht, lebt noch
    Die Berliner Kriminalkommissarin Robina Bernhardt jagt einen Smileykiller.
    Ich bringe ein Fotoalbum vom “Making of” (Recherche) mit.
    Geeignet für Lesungen in Buchhandlungen, Büchereien, Kirchen, Bestattungsunternehmen, Gerichtssälen, Leichenschauhäusern… Ihrer Fantasie sind keine Grenzen gesetzt.
    Dauer: ca. 60 min. Hinterher ca. 20 min. einplanen, damit Zuhörer Fragen stellen können.

    Kulinarische Krimikurzgeschichte: Paula, P.I.
    Die Privatdetektivin Paula Bernhardt ermittelt im Berliner Currywurstbudenmillieu. Aus: Bitte mit Schuss
    Dauer 20 min. (Kurzversion; geeignet für eine Gemeinschaftslesung oder als Kurzprogrammpunkt bei einem übergeordneten Event)
    Dauer 50 min. (Originalversion)

    Kulinarische Krimikurzgeschichte: Omelette mortale
    Die Privatdetektivin Paula Bernhardt macht Urlaub in Scharbeutz (Ostsee). Doch die Arbeit lässt sie auch dort nicht in Ruhe, denn es wird eine Frauenleiche an den Strand gespült.
    Dauer 20 min. (Kurzversion; geeignet für eine Gemeinschaftslesung oder als Kurzprogrammpunkt bei einem übergeordneten Event)
    Dauer 50 min. (Originalversion)

    Krimikurzgeschichte: Ewige Ruhe
    Passt zum Thema “Schlafzimmermorde” / “Ehegattenmorde”.
    Geeignet beispielsweise für die Lesung in einem Bettengeschäft oder der Bettenabteilung eines Kaufhauses.
    Dauer 20 min. Für eine Gemeinschaftslesung oder als Kurzprogrammpunkt in einem übergeordneten Event.


    Lesungshonorar

    "Was denn? Sie wollen dafür bezahlt werden, dass Sie aus Ihrem Buch vorlesen? Das ist doch aber Werbung für Sie! Und der Kollege XY hat neulich auch nichts dafür genommen."

    Sie sehen schon, beim Thema Lesungsonorar gibt es einiges zu (er)klären, deshalb fange ich auch damit an:

    Es mag eine Binsenweisheit sein, aber auch eine Lesung ist Arbeit. Sie bedarf der Vorbereitung, und es darf getrost davon ausgegangen werden, dass der Lesende am Tag der Lesung seinem Kerngeschäft (nämlich dem Schreiben), nicht nachgehen kann. Lesungsvor- und Nachbereitung, Anreise, Rückreise, etc. fressen die Zeit auf. Da Schreiben mein Beruf ist, kann ich es mir also auch nicht erlauben, meine Arbeitskraft gratis anzubieten. Die anfallenden Versicherungen, Beiträge, Betriebskosten, Rücklagen, etc. müssen ja auch finanziert werden.

    Preise auf Anfrage.

    Eine Ausnahme bilden selbstverständlich Benefizveranstaltungen - dafür nimmt niemand Honorar.

    In der Federwelt Nr. 63 habe ich das Thema einmal kritsich-witzig beleuchtet und mit Vorurteilen aufgeräumt.


    Workshops und Seminare

    In Kürze finden Sie hier nähere Informationen über Workshops, die Sie bei mir buchen können.

    - Workshops für Schüler (z.B. im Rahmen von Arbeitsgemeinschaften oder Projektwochen)
    - Workshops für Erwachsene


    Rund ums Schreiben und Veröffentlichen

    Ich habe schon einige Ratschläge für Autoren (und solche die es werden wollen) auf meinen Seiten versammelt. Jeder neue Tipp wird auf dieser Seite verlinkt, also schaut ruhig ab und an hier vorbei:

    HANDWERK SCHREIBEN

    Schreibblockade

    ° Erste Hilfe bei Schreibblockaden


    BUCH-BUSINESS

    Akquise für Buchautoren:

    ° Akquise - ein Thema für Buchautoren?

    ° Wie angle ich mir einen Verlag?

    ° Wie finde ich einen Veranstalter für eine Lesung?


    Mehr Mystery Stories

    Mehr Mystery Stories, Gondrom Verlag, Logicals und Mysticals

    Grafik

    Mehr Mystery Stories, Gondrom Verlag, Logicals und Mysticals
    von Petra A. Bauer
    Haarsträubende Rätselkurzgeschichten

    208 Seiten
    6,90 EUR (D)
    7,10 EUR (A)
    ISBN: 3-8112-3191-x
    ISBN-130: 978-3-8112-3191-7

    AMAZON-BESTELL-LINK


    Ihr mögt Rätsel nicht so gerne? Macht überhaupt nichts - dann könnt ihr euch einfach an den Kurzgeschichten erfreuen!
    Umgekehrt können Rätselfans, die gerne schnell zum Punkt kommen wollen, einfach die Kurzversionen der Geschichten lesen. Die Rätsel können allein im stillen Kämmerlein oder in Gruppen, z.B. bei Spieleabenden gelöst werden. Dabei können einige der Fragen durch logisches Kombinieren gelöst werden, bei den Mysticals hingegen ist eure Fantasie gefragt.

    ***

    Cornelia Diedrichs aus Hannover gibt dem Buch bei Amazon.de 5 Sterne und schreibt dazu:

    In der Gruppe macht es richtig Spaß
    Kriminalfälle bei denen man um die Ecke denken muss, hier ist sowohl logisches als auch unlogisches Denken gefragt. Man stellt dem Vorleser Fragen und er darf nur mit ja, nein oder egal antworten. In der Gruppe wirklich lustig und man trainiert sein Köpfchen. Auch die Fortsetzung ist nur zu empfehlen! Man kann wieder neu raten und Spaß haben. Die Antworten lösen oft ein AHHHHHHH der Gruppe aus mit lachhaften an dem Kopf hauen. Und wenn der Vorleser manchmal hilft, bekommt die Gruppe mit der Zeit auch die Lösung raus. ;)


    Omelette mortale

    Omelette mortale, in: Tödliches von Haff und Hering, Küchen- und Kombüsenkrimis von der Ostseeküste

    Grafik

    Omelette mortale von Petra A. Bauer, in: Tödliches von Haff und Hering, Küchen- und Kombüsenkrimis von der Ostseeküste
    Mitteldeutscher Verlag, 2008
    € 9.90
    ISBN: 3-898125-36-X

    AMAZON-BESTELL-LINK

    Privatdetektivin Paula Bernhardt, die Cousine der Kommissarin Robina Bernhardt aus “Wer zuletzt lacht, lebt noch”, braucht dingend eine Pause. Gemeinsam mit ihrem deutlich jüngeren Freund fährt sie in den Urlaub nach Scharbeutz. Doch aus der Erholung wird nichts, da eine angespülte Frauenleiche am Ostseestrand Paulas Aufmerksamkeit fesselt.


    Paula P.I., in: Bitte mit Schuss

    Paula P.I., in: Bitte mit Schuss, Kulinarische Kurzkrimis aus Berlin, Mitteldeutscher Verlag

    Grafik

    Paula P.I. von Petra A. Bauer, in: Bitte mit Schuss, Kulinarische Kurzkrimis aus Berlin
    Mitteldeutscher Verlag, 2007
    € 9.90
    ISBN: 3-898124-26-6  

    AMAZON-BESTELL-LINK

    Privatdetektivin Paula Bernhardt, die Cousine der Kommissarin Robina Bernhardt aus “Wer zuletzt lacht, lebt noch”, ermittelt im Millieu Berliner Currywurstbudenbesitzer.


    An exciting Cruise – Eine abenteuerliche Kreuzfahrt

    An Exciting Cruise – Eine abenteuerliche Kreuzfahrt.

    Grafik

    Ein deutsch-englischer Kinderkrimi für Jungen und Mädchen ab 10 Jahren
    von Petra A. Bauer
    Langenscheidt, 2010
    € 6.95
    ISBN: 3-468-20802-2

    AMAZON-BESTELL-LINK

    Alina kann es kaum fassen, als ihre Mutter den Briefumschlag öffnet: Die Familie hat bei einem Preisausschreiben eine richtige Kreuzfahrt gewonnen! Auf dem Schiff lernen Alina und Leon schnell eine Menge Passagiere kennen. Doch es dauert nicht lange, bis sich herausstellt, dass hier keineswegs alles mit rechten Dingen zugeht.

    Buchbesprechung im Krimi-Forum

    Ältere Ausgabe (2006):

    Grafik

    Türkische Ausgabe (November 2010):


    Wenn euch dieses Buch gefällt, möchtet ihr vielleicht mehr über Leon und Alina lesen? Der zweite Band: Pirates of Plymouth – Piraten von Plymouth

    Hier geht es zur Leseprobe von „An exciting Cruise“:

    LESEPROBE

    Kapitel 1:
    Überraschungspost

    (im Buch sind unbekannte Vokabeln erklärt)


    Der Briefträger kam spät an jenem Samstag. Normalerweise steckte er die Post einfach in den gelben Briefkasten draußen am Zaun, aber diesmal war eine Büchersendung dabei, die nicht durch den Briefschlitz passte. Mama öffnete die Tür und nahm den Stapel Post entgegen.

    „Alina, dein Buch ist angekommen!“, rief sie und das musste sie mir nicht zweimal sagen. Ich sprang vom Sofa auf, auf dem ich gerade ein anderes Buch gelesen hatte, denn Büchern kann ich nun mal nicht widerstehen.
    Während ich das Päckchen aufriss, öffnete Mama die anderen Briefe. Plötzlich stieß sie einen kleinen Schrei aus, der sogar Paps und meinen Bruder Leon vom Computer weglockte. Das wollte etwas heißen.

    „Was schreist du denn so, Mama?“, wollte Leon wissen.
    „Ihr werdet es nicht glauben“, sagte Mama. „Wir haben eine Kreuzfahrt gewonnen. Zwei Wochen in den Sommerferien.“
    „Wahnsinn!“, rief Leon begeistert. „Vielleicht treffen wir auf dem Meer Piraten!“

    Ich tippte mir gegen die Stirn. Mein kleiner Bruder mit seiner Piratenmacke! Schon als ganz kleiner Knirps ließ er selbst gebastelte Rindenschiffchen auf dem Gartenteich fahren und war mehr als einmal ins Wasser gefallen, weil er versuchte, als Pirat eines der Schiffe zu entern.
    Paps fand die Aussicht auf Urlaub auch prima, vor allem, weil er dafür nichts bezahlen musste. Ich überlegte nur, ob ich nicht seekrank werden würde, fand es aber verlockend, zwei Wochen nichts anderes zu tun, als an Deck im Liegestuhl zu braten und zu lesen.
    Nur Mama sah nicht so richtig glücklich aus.

    „Hoffentlich wird das nicht so schrecklich wie auf dem Traumschiff im Fernsehen“, sagte sie. „Eigentlich finde ich die Vorstellung, zwei Wochen mit lauter fremden Leuten auf einem Schiff eingesperrt zu sein, ziemlich unangenehm.“
    „Wieso um alles in der Welt hast du dann dieses Preisausschreiben mitgemacht?“, fragte Paps verdutzt.
    „Der dritte Preis war ein Fernseher. Den wollte ich gewinnen, weil unser alter doch so flackert.“

    Wir anderen sahen uns an und lachten.

    „Das ist aber ein guter Trick, um den Hauptgewinn abzusahnen! Ganz bescheiden nur den dritten Preis haben wollen.“ Paps nahm Mama in den Arm. „Wenn wir dich nicht hätten!“
    Leon tröstete Mama damit, dass die Piraten ihr sicher nichts tun werden. „Frauen und Kinder lassen die immer in Ruhe.“
    „Dann können wir ja ganz beruhigt sein“, stellte Paps fest und lachte.

    Ich kann es manchmal nicht glauben, dass Leon nur dreizehn Monate jünger ist als ich. Er hat Einfälle wie ein Vierjähriger.

    „Also dann“, sagte Mama und schaute in die Runde, „wird Familie Kruse wohl cruisen!“
    „Was machen wir?“, fragte Leon. Erstaunlich, dass er das Wort nicht kannte. Er will Pirat werden, und weil sein großes Vorbild Blackbeard ein Engländer war, lernt er schon seit der ersten Grundschulklasse allen Ernstes Englisch, weil er glaubt, dass er das als Schrecken der sieben Weltmeere später mal brauchen wird. Manchmal denke ich, er kann schon besser Englisch als ich.

    „Eine Kreuzfahrt machen, Bruderherz. We’re going for a cruise on the sea“, sagte ich. Dann fiel mir etwas ein: „Sind da lauter Deutsche auf dem Schiff?“

    Mama inspizierte den bunten Prospekt, der dem Brief beigelegt war.

    „Die Neptun startet von Teneriffa aus.“ Sie stutzte und blätterte in den Unterlagen herum. „Hier steht’s: Wir fliegen nach Teneriffa, bleiben dort vier Tage und starten dann zur Kreuzfahrt. Da fahren ganz sicher nicht nur Deutsche mit. Also poliert euer Englisch mal ein wenig auf!“

    Wie auf Kommando sagten Leon und ich den Spruch auf, den wir in Mamas uraltem Englischbuch gefunden hatten: „This ist the father, this is the mother, this is the sister, this is the brother. Father, mother, sister, brother – hand in hand with one another.“ Dabei hielten wir uns an den Händen und tanzten übermütig im Kreis, bis Leon Paps’ Kaffeetasse vom Tisch fegte. Sie zersprang in tausend Scherben.

    „Oh, shit“, sagte Leon nur.
    „Shit happens“, antwortete ich und grinste.
    „Na, um die beiden brauchen wir uns wohl nicht zu sorgen. Selbst wenn kein Mensch auf diesem Schiff Deutsch sprechen sollte – sie werden sich mühelos verständlich machen“, stellte Paps trocken fest und half Leon, die Scherben einzusammeln.


    AMAZON-BESTELL-LINK

    Wenn euch dieses Buch gefällt, möchtet ihr vielleicht mehr über Leon und Alina lesen? Der zweite Band: Pirates of Plymouth – Piraten von Plymouth


    San Francisco Love-Affair – Verliebt in San Francisco

    San Francisco Love-Affair – Verliebt in San Francisco.

    Grafik

    Eine deutsch-englische Liebesgeschichte für Mädchen ab 12
    von Petra A. Bauer
    Langenscheidt, 2006
    € 8.99
    ISBN: 3-468-20888-X

    AMAZON-BESTELL-LINK

    Anlässlich der Neuauflage habe ich mir etwas Besonderes für euch ausgedacht. Weiter unten könnt ihr nämlich eine kurze Lesung sehen.
    Und wenn ihr daran interessiert seid, weitere Lese-Videos, Tutorials und anderes von mir zu schauen, dann freue ich mich, wenn ihr meinen YouTube-Kanal abonniert!


    Ältere Ausgabe (2007):
    Grafik

    Britt Solvenstein soll mit ihren Eltern und ihrer Schwester in den großen Ferien wieder einmal nach Bad Salzuflen fahren. Sie platzt schier vor Neid, als sie erfährt, dass der Vater ihrer besten Freundin Nina dienstlich nach San Francisco fliegt und seine Familie mitnimmt. San Francisco - die Stadt über deren Straßen Nicholas Stevenson wandelt, seines Zeichens Schauspieler und große Liebe von Britt. Die Freundinnen schaffen es tatsächlich, Britts Eltern davon zu überzeugen, dass sie mitfliegen darf. Aber damit sind längst nicht alle Hürden genommen: Wird Britt ihren Angebeteten finden, dessen BRAVO-Poster sie täglich küsst? Wird Nick mit ihr am Strand spazieren, wie sie es sich erträumt? Oder kommt alles ganz anders? Wenn euch dieses Buch gefallen hat, möchtet ihr vielleicht mehr über Britt lesen? Der zweite Band: Heart of Glass - Herz aus Glas Hier geht es zur Verliebt-in-San-Francisco-Leseprobe:

    LESEPROBE

    Urlaubspläne - Kapitel 1

    (im Buch sind unbekannte Vokabeln erklärt)

    „Dieser Regen geht mir dermaßen auf den Geist, das glaubst du gar nicht!“, sagte ich zu meiner Freundin Nina und vervollständigte eine weitere Mangazeichnung auf dem Seitenrand meines Arbeitsblattes. Diesmal war mir der Augenaufschlag des Mädchens besonders gut gelungen, fand ich. Eigentlich sollten wir ja einen englischen Aufsatz über den Walfang der Inuit in Alaska schreiben, aber erstens interessierte mich das nicht die Bohne und zweitens war ich nicht besonders gut in Englisch.
    Wir hatten uns extra bei Nina getroffen, damit ich das nicht alleine machen musste. Im Gegenzug wollte ich ihr bei Bio helfen. Ich fand jedoch seit einer Stunde genügend Gründe, um mich mit anderen Dingen zu beschäftigen. Das ewige Regengetrommel auf dem Dachfester über dem Schreibtisch machte die Sache nicht gerade besser. Da fiel mein Blick auf Ninas Sofa.

    „Sag mal, ist das schon die neue BRAVO?“
    „Hm“, sagte Nina, die ziemlich vertieft in die Walfangstory zu sein schien. „Ich hab doch ein Abo, da kommt die immer früher.“
    „Darf ich?“, fragte ich, wartete die Antwort aber gar nicht erst ab und hatte mir das Heft schon gekrallt.

    Gleich darauf quiekte ich vor Entzücken. Grüne Augen starrten mich an, ich sah die schönsten langen Haare der Welt und das männlichste Kinn des Universums. Mein Super-Ober-Lieblingsschauspieler Nicholas Stevenson! Zum Niederknien, dieser Mann!

    „Da ist ein super Megaposter von Nick drin! Darf ich das haben? Büttebüttebütte!“, rief ich lauter als nötig.
    „What is on the back side?“, fragte Nina, die mal wieder heraushängen lassen musste, dass ihr Vater Amerikaner war, aber daran hatte ich mich schon gewöhnt.
    „Och, bloß dieser komische halbe Euro“, sagte ich.
    „Don’t you mean ‘50 Cent’? Diesen Rapper?“
    „Sag ich doch. Was ist nun, darf ich das Poster haben?“
    „I don’t mind. Aber nur, wenn du jetzt endlich mit diesem Walzeug anfängst“, sagte Nina und setzte ihr strengstes Gesicht auf, was mich ziemlich zum Lachen brachte. Aber ich fing dann doch an, weil ich ja auch mal fertig werden wollte.

    „Hör mal, das klingt doch komisch“, sagte ich nach einer Weile und las vor, was ich geschrieben hatte:
    „The Inuit are a people that is still hunting wales.“ Ich schob das Blatt zu ihr rüber. Sie warf einen kurzen Blick darauf.
    „Stimmt, das klingt grottenschlecht. Du kannst nicht ‚a people’ sagen, wenn du ein Volk meinst. Und Prinz Charles macht da auch nicht mit.“ Als sie meinen verständnislosen Blick sah, erklärte sie: „Du kannst keinen Teil von Großbritannien jagen! Charles ist der Prince of Wales. Die Wale heißen aber ‚whales’, mit h nach dem w!“

    Ich habe genau gesehen, dass sie dabei die Augen verdrehte! Aber weil sie kein Unmensch war, hat sie mir schließlich geholfen.

    „Schau mal, ich habe geschrieben: Some ethnic groups, for example the Inuit, are still hunting whales, because it’s an old tradition. It’s an important part of their culture.“
    „Ich lerne das nie!“, jammerte ich. „Und überhaupt ist das ein ganz blöder Tag! Dieser dämliche Regen die ganze Zeit, und dann haben meine Eltern mir heute Morgen gesagt, dass wir wieder nach Bad Salzuflen fahren.“

    „Uff, uff, du Ärmste!“, sagte Nina nur, denn sie wusste, wie sehr ich diesen Ort hasste. Papa hat immer viel Stress als Anwalt, und deshalb möchte er es im Urlaub ganz ruhig haben. Meine kleine Schwester Sophie kann mit der Tochter eines Kollegen spielen, der dort wohnt. Mama ist auch froh, wenn sie ihre Ruhe hat, bloß ich muss mich immer zwischen den ganzen Kur-Omis langweilen …
    Um mich ein bisschen selbst zu quälen, fragte ich Nina, ob sie schon wüsste, wo ihre Familie in den Sommerferien hinfahren würde. Sie druckste ein bisschen herum, wohl um mich nicht allzu neidisch zu machen.

    „Wir begleiten Papa auf eine Dienstreise“, sagte sie endlich.

    Ninas Vater ist Professor für Städteplanung oder so was. Ich kann mir ja immer nicht so genau vorstellen, was er dabei eigentlich macht und wieso man da Professor sein kann, aber das war im Moment auch egal. Ich wollte ganz genau wissen, wohin diese Dienstreise ging und bohrte weiter.

    „Papa arbeitet gerade mit einem Kollegen von der UC Berkeley an einem gemeinsamen Projekt“, erklärte Nina schließlich, aber das sagte mir gar nichts.
    „Da wird es doch wohl eine bekannte Stadt in der Nähe geben“, hakte ich nach. „Bitte lass mich nicht dumm sterben! Ich verspreche dir auch hoch und heilig, nicht neidisch zu sein!“
    „University of California, Berkeley“, sagte sie. „Das liegt an der Bucht von San Francisco. Wir wohnen in San Francisco im Hotel und Papa fährt dann zu seinen Terminen rüber zur Uni. Außerdem werden wir sicher mal seine Eltern besuchen. They are still living in the Bay Area.“
    „Ich bin doch neidisch!“, rief ich. „Und weißt du auch warum? San Francisco ist die Stadt, in der Nicholas Stevenson wohnt! Du musst unbedingt für mich den Boden küssen, auf dem er wandelt!“
    „Du spinnst. Und zwar completely“, stellte Nina fest. „Außerdem leben Schauspieler immer in Los Angeles, schließlich ist da Hollywood.“
    „Blödsinn! In Deutschland wohnen die Schauspieler ja auch nicht alle in München, weil es da so schön nah zu den Bavaria-Filmstudios ist.“ Etwas schnippisch setzte ich hinzu: „Nicky hat das auch gar nicht nötig, der fliegt einfach in L. A. ein, wenn sie ihn haben wollen!“
    „Na schön, du hast gewonnen. Aber ich knutsch den dreckigen Boden für dich bestimmt nicht ab. Da müsste mir ja echt was fehlen“, sagte Nina und tippte sich bedeutungsvoll an die Stirn. „You are crazy, baby! And now back to the whales!“

    Aber ich konnte mich nun noch weniger auf die blöden Wale konzentrieren. Tut mir ja Leid für die netten Tierchen, aber wenn es um meinen grünäugigen Nick ging, verstand ich keinen Spaß. Da hatte meine allerbeste Freundin die Chance IHN zu sehen, und sie machte sich gar nichts draus. Und obendrein erklärte sie mich noch für verrückt!

    „The Inuit are counting the whales and are careful not to kill too many of them“, drang es an mein Ohr.
    „Was ist? Nun schreib wenigstens mit, wenn ich dir das schon diktiere!“, maulte Nina mich an. Ich war ihr ja für die Hilfe dankbar, aber musste sie immer so streng sein?
    „Wenn wir fertig sind, verrate ich dir auch, was ich gerade für eine splendid idea hatte!“, sagte sie. Und weil ich von Natur aus neugierig bin, schrieb ich brav den öden Text mit.
    „So the Inuit are allowed to kill whales. But countries like Japan, Norway or Russia that kill large numbers of whales for profit, never will stop this killing, as long as the Inuit are allowed to do it.“

    Als wir den Text endlich fertig hatten, wollte ich sofort Ninas Idee hören, aber die ließ sich Zeit und holte in aller Seelenruhe eine Flasche Cola aus der Küche. Dann goss sie mit erschreckender Langsamkeit die braune Brause in unsere Gläser, bevor sie feierlich verkündete: „Ich weiß, wie wir dein Uff-Problem lösen könnten!“ Und als ich sie nur verständnislos ansah, wedelte sie mit ihrer Hand vor meinen Augen herum und rief: „Huhu! I know how to solve your Uff-problem!“
    „Ich hab’s gehört. Aber wie soll das gehen?“
    Nina lehnte sich breit grinsend in ihrem Schreibtischstuhl zurück und verschränkte zufrieden die Arme unter ihrem Busen, der erheblich größer war als meiner, wie ich voller Neid immer wieder feststellte. Und dann ließ sie die Bombe platzen.
    „You’ll come to America with us!“

    Ihre Bombe hatte nicht die erwünschte Wirkung, denn obwohl ich die Idee einfach super fand, kamen mir sofort Bedenken.

    „Das erlauben unsere Eltern doch nie! Lieb von dir, dass du das machen würdest, aber das können wir sicher vergessen.“
    „Na hör mal, das glaube ich erst, wenn es wirklich so weit ist! Will you really miss out on that chance without fighting?“ Dabei funkelten ihre Augen vor Empörung.
    „Vielleicht hast du ja Recht“, sagte ich. „Aber ich habe echt keinen blassen Schimmer, wie wir das anfangen sollen. Und meine Eltern dürften die größere Hürde sein.“

    Schon immer hatte ich Nina darum beneidet, dass ihre Eltern das Leben im Allgemeinen und Ninas Erziehung im Besonderen ziemlich locker nahmen.

    „Ich finde, das liegt auf der Hand“, sagte Nina. „Du brauchst dringend Nachhilfe in Englisch. Und nirgendwo lernt man die Sprache besser als in den Ländern, in denen sie gesprochen wird. Schließlich wirst du dabei auf keinen Fall dümmer. Und unsere Eltern kennen sich ja, da müssen sie auch keine Angst haben.“
    „Ja, aber, die machen sich garantiert ins Hemd, weil ich doch fliegen muss!“
    „Wenn du noch einmal ‚ja aber’ sagst, muss ich wohl davon ausgehen, dass du gar nicht mitkommen willst! Schöne Freundin!“, schimpfte Nina. „Wir nehmen die Aktion Eltern-Überreden noch heute Abend in Angriff! Zunächst jede für sich, und wenn es nötig ist, beide zusammen!“ Sie duldete keine Widerrede, und ich dachte, dass sie vermutlich Recht hatte. Wenn ich es nicht versuchen würde, verpasste ich vielleicht die Chance meines Lebens!

    AMAZON-BESTELL-LINK

    ***

    Und ‘Bücherwurm Kai’ sagt bei Amazon.de:

    Dieses Buch ist einfach super!! Ich konnte gar nicht aufhören zu lesen, da ich richtig mit den Hauptfiguren mitgefiebert habe.
    Es bietet eine tolle Story und unendlich viel Lesespaß.
    Überzeugt euch selbst, es lohnt sich!!!

    Wenn euch dieses Buch gefallen hat, möchtet ihr vielleicht mehr über Britt lesen? Der zweite Band: Heart of Glass - Herz aus Glas


    Wer zuletzt lacht, lebt noch.

    Wer zuletzt lacht, lebt noch. Ein Berlin Krimi. Mitteldeutscher Verlag

    Grafik

    Wer zuletzt lacht, lebt noch. Ein Berlin Krimi. Mitteldeutscher Verlag
    von Petra A. Bauer
    Mitteldeutscher Verlag, 2006
    € 9.90
    ISBN: 3-898123-55-3

    AMAZON-BESTELL-LINK

    Robina Bernhardt von der Mordkommission traut ihren Augen nicht, als sie zum Tatort in der Berliner Nikolaikirche gerufen wird: In der Blutlache neben dem Toten hat jemand einen riesigen Smiley gezeichnet.
    Kurz darauf gibt es einen zweiten Smiley-Mord…

    Ein Krimi im Ostteil Berlins vor der Kulisse einer Filmproduktion mit einer liebenswert-frechen Ermittlerin.

    Hier geht es zu Leserstimmen und Leseprobe:

    LESERSTIMMEN

    * Leservideo zum Krimi (17. September 2008)

    * Rezension bei der Krimikiste als Podcast (30. Juni 2008)

    * Rezension im Krimi-Forum

    * Leser-Blogposting zum Krimi  (2. Oktober 2008)

    “Ich muss Dir danken! Dein Tatort Ost ist das erste Buch, das ich seit Monaten endlich mal ruckzuck durchgelesen habe! Eigentlich war ich nie der Krimifan, aber das hat sich wohl geändert. Das Buch war klasse!” S. Weber, Niedernhausen (01.10.2008)

    “Ich habe das Buch in 2 Tagen ausgelesen. Es hat mir sehr gut gefallen. Ich warte auf den nächsten Teil; Robina ist mir so ans Herz gewachsen.” B.Weidner, Hohenlockstedt

    “Empfehlenswerte Unterhaltung, auch für Nicht-Berliner. Alles in allem ein sehr schönes Buch, gute Unterhaltung zum entspannt Grübeln.”
      P.Möller, Würzburg

    “Wann erscheint die Fortsetzung?
    Ich habe am Sonntag die ersten 100 Seiten Deines Krimis gelesen und von Mo bis Mi den Rest. Die Charaktere sind sehr originell. Am Liebsten würde ich nun weitere Geschichten um Robina und ihre Kollegen lesen. Schade, dass es noch kein weiteres Buch über sie gibt. Ich könnte mir den Roman auch sehr gut als deutsche Fernsehverfilmung vorstellen. Ganz ehrlich, ich hoffe, dass Robina eine Fortsetzung findet (Hinweis an den Verlag). Den ersten Käufer hättest Du schon.”
      Sandra Henke

    ***

    LESEPROBE

    Prolog

    I’ll meet you at midnight

    Er hatte nicht bedacht, dass die Tür quietschen könnte, und nun war es zu spät. Bestimmt hatte er die halbe Stadt aufgeweckt. Reglos blieb er stehen und lauschte in die Finsternis des Gotteshauses. Aber das einzige Geräusch, das er vernahm, war das Rauschen des Blutes in seinen Ohren, gedämpft vom Wollstoff der Motorradmaske. Immerhin war die Tür jetzt offen.

    Er zog den schweren, schmiedeisernen Schlüssel ab und wog ihn in der Hand. Um ihn zu erlangen, hatte er einiges auf sich genommen, denn dessen Hüterin war dick, schwitzend und faltig gewesen. Ein Kompliment über ihr Aussehen hatte sich da von selbst verboten. Ob sie Singen schätze, hatte er sie gefragt – und es wenige Sekunden darauf bitterlich bereut.

    Ohne Vorwarnung hatte sie Lobet den Herrn angestimmt, nach »lasset den Lobgesang hören« übergangslos von ihrem Kirchenchor zu schwärmen begonnen und sein Atheistenherz auf eine harte Probe gestellt. Tapfer hatte er sich über den Tisch mit den Kirchenprospekten zu ihr herübergebeugt. Während er litt, war die Dame geschmeichelt, hatte leicht errötend Luft geholt und sogleich mit geschlossenen Augen weitergesungen. Als sie dann ohne jeden Übergang zu Fest soll mein Taufbund immer stehen umschwenkte, hätte er beinahe seine Fassung verloren. Aber nur beinahe. Stattdessen hatte er die Chance genutzt und nach dem Schlüssel zwischen den Hochglanzfaltblättern Rund um die Nikolaikirche gegriffen. Ohne das geringste Geräusch war dieser in seine Jackentasche geglitten.

    Der Rest war leicht gewesen, der alte Trick, hundertfach erprobt: dringendes Bedürfnis, Mitarbeitertoilette, Gipsabdruck, Gefrierbeutel, Jackentasche. Beim Händewaschen hatte er zufrieden die den Sitz des graumelierten Toupets und der Brille überprüft, war zufrieden wieder in den Vorraum getreten, hatte pflichtbewusst beim Suchen geholfen, den Schlüssel zufällig gefunden und sich dem Angebot der singenden Matrone für ein Dankesessen so schnell und unauffällig wie möglich entzogen. Er musste jetzt noch bei der Erinnerung grinsen. Er hatte die Sache wirklich ziemlich professionell gemeistert. Zufrieden ließ er das Schlüsselduplikat in die Tasche gleiten und ließ die Tür einen Spalt breit offen, damit sie nicht noch einmal quietschte.

    Eine Kirche bei Nacht war ziemlich dunkel und ein wenig unheimlich, wie er sich eingestehen musste. Jeder seiner Schritte hallte von den weit entfernten Wänden wider, so dass er unwillkürlich auf Zehenspitzen weiterschlich. Zum Glück hatte er sich gut vorbereitet und wusste genau, nach wie vielen Schritten er abbiegen musste, um genug Deckung zu haben und trotz allem die Tür im Auge behalten zu können. Eine Wolke gab den abnehmenden Mond frei, der durch eines der gotischen Fenster schien und gespenstische Schatten warf. Kurz darauf war es wieder dunkel. Er sah nach unten, um den seitlichen Knopf seiner Armbanduhr zu drücken. Das grünliche Licht der Uhr blendete ihn: Viertel vor zwei.

    So gruselig es war – der Ort war gut gewählt. Hier würde niemand darauf kommen, dass er dahinter steckte. Er, der bekennende Atheist.

    Quälend langsam vergingen die Sekunden – nichts geschah. Seine Ohren erschienen ihm zu klein, um die vollkommene Stille in sich aufzunehmen. Er musste daran denken, wie er als Kind zum ersten Mal in den Keller geschickt worden war, um Kohlen heraufzuholen. Die Glühbirne im Flur war kaputt und draußen war es ebenfalls dunkel gewesen, so dass auch die kleinen Kellerfenster kein Licht hereingelassen hatten. Die Batterien der elterlichen Taschenlampe waren leer gewesen, und eine Kerze hatte die Mutter ihm nicht geben wollen. Mit über den Boden schleifenden Sandalen hatte er sich Schritt für Schritt vorwärts getastet, eine Hand an der unverputzten Kellerwand. Als etwas über seine Finger huschte, war er mit pochendem Herzen stehen geblieben. Da hatte er sie zum ersten Mal gehört, die Stille, die zu groß für seine Ohren war.

    Noch einmal ließ er die Armbanduhr aufleuchten: ein Uhr neunundvierzig.

    Der Angriff kam völlig unerwartet. Kräftige Hände schlossen sich um seine Gurgel und schüttelten ihn.

    Die Uhr, ich Idiot, dachte er und versuchte den Griff seines Angreifers zu lockern. Ohne Erfolg. »Das Geld«, japste er dann, so gut er mit der fehlenden Luft noch konnte. »Ich will nur das Geld, dann verschwinde ich!«

    Sein Gejammer verhallte. Anstelle einer Antwort wurde er rückwärts geschoben und konnte nichts dagegen tun.

    »Leute wie Sie geben niemals Ruhe«, zischte der Angreifer schließlich. »Zeigen Sie mir Ihr Gesicht!«

    »Niemals!«, krächzte er. Und das war die Wahrheit. Wenn der andere sein Gesicht sehen würde, wäre alles umsonst gewesen. Er hätte ihn sofort erkannt.

    Sein Widersacher versuchte, ihm die Maske vom Gesicht zu reißen. Dabei kamen beide ins Straucheln. Er fiel nach hinten, der andere mit voller Wucht auf ihn.

    Er starb im selben Moment, als die Spitze des eisernen Gitters von hinten sein Herz durchbohrte. So merkte er nicht mehr, dass sein Gegner ihm die Maske vom Gesicht zog und dabei erstarrte. Er sah nicht den Moment des Überlegens, nicht, wie der andere sich bückte, ein Tempotaschentuch um den rechten Zeigefinger wickelte und mit dem Blut etwas neben sein Opfer auf den Boden zeichnete.
    Dann wandte der Fremde sich ab, ging fort und ließ die große Stille zurück.

    Erstes Kapitel

    Don’t worry – be happy

    Die Ollys traten immer von rechts auf. Schwarz waren sie, sehr schön und hatten fantastische Stimmen. Und sie mischten sich in alles ein. Neu war lediglich, dass Molly, Polly und Dolly in ihren silberfarbenen Etuikleidern auch schon auftauchten, wenn Robina Bernhardt noch schlief.

    »Wake up, little Susie, wake up«, sangen sie.
    »Ich heiß nich’ Susi. Lassmiinruhe«, murmelte Robina, aber die Ollys hörten nicht auf.
    »The movie’s over, it’s four o’clock and we’re in trouble deep. Wake up, little Susie, wake up, little Susie …«
    »Ja, schon gut, schon gut.«

    Stöhnend setzte Robina sich auf und tapste unbeholfen in die Küche. Jetzt brauchte sie dringend einen Latte Macchiato.

    Sie nannte das Zeug augenzwinkernd ihre »Morgenlatte«. Das war ihr Beitrag zur Gleichberechtigung. Nicht zuletzt würde sie ohne einen kräftigen Koffeinschub unter der Dusche erbärmlich ertrinken.

    Zum Glück fand sie ihre Espressomaschine jeden Morgen auch mit geschlossenen Augen, und dieses Luxusgerät konnte einen »Latte« auf Knopfdruck zaubern. Komplexere Aktion konnte man von Robina im Halbschlaf auch nicht erwarten. Liebevoll streichelte sie über das Edelstahlgehäuse, das schön kühl blieb, obwohl in diesem Moment das heiße Gebräu in ihren Kaffeepott plätscherte. Die Maschine hatte Sven ihr vor zwei Jahren zum Geburtstag geschenkt, als der Himmel noch voller Geigen hing. Später hatten die Geigen einige Misstöne produziert und waren dann dem dumpfen Tubaklang des Alltags gewichen.

    Wie soll es nur mit uns weitergehen, dachte Robina. Ihre Gedanken wanderten zum gestrigen Nachmittag, als Sven wieder im Kontrollfragemodus angelangt war: Wo warst du? Wieso kommst du erst jetzt? Ich hatte mich so gefreut, dass ich früher mit den Klausuren fertig war, und du hast mir nicht mal Bescheid gesagt, dass du weggehst. Dein Handy hast du auch hier liegen lassen!

    Das alles, ohne ihr die Chance zu geben, etwas zu erwidern. Er hatte Ratatouille gekocht. Das Essen war dann sehr schweigsam verlaufen. Die Luft um sie herum hatte vibriert von unterdrückter Wut. Die Teller waren halbvoll geblieben.

    Kontrolle, Vorwürfe, Bevormundung. Das hatte sie bereits bei ihren Eltern die Wände hochgetrieben, aber bei Sven ertrug sie es noch weniger. Obwohl es oft schön war mit ihnen, obwohl sie Sven mochte, ertappte sie sich in letzter Zeit immer häufiger bei dem Gedanken, alles, was sie verband, in Frage zu stellen. »Manche Dinge passen einfach nicht zusammen«, hatte ihre Mutter immer gesagt. Vielleicht, dachte Robina trotzig, hat sie ja Recht. Vielleicht passt ein Oberlehrer einfach nicht zu mir.

    Entschlossen drehte sie den Duschhahn zu. Im selben Moment hörte sie das Telefon klingeln. Sie schnappte sich ein Handtuch und tropfte hastig durch den Flur. Die letzten Meter schlidderte sie zu dem uralten, schwarzen Apparat mit Wählscheibe und verlor dabei fast das Gleichgewicht, als sie den Hörer von der Gabel riss.

    »Eine Leiche pünktlich zum Bereitschaftsbeginn, meine Liebe «, seufzte Horst Brömmelberg, der Leiter der Mordkommission, in Robinas Ohr. Ihr Chef wirkte immer, als trüge er einen schweren Sack auf den Schultern, in dem die Verantwortung für das Morddezernat, für seine zerrüttete Ehe und die Schwierigkeiten seiner Kinder steckte. Dann ratterte er die wichtigsten Fakten herunter: »Männlich, auf ein Gitter gespießt, Tod muss irgendwann nach achtzehn Uhr gestern Abend eingetreten sein.«

    Robina nickte, doch dann fiel ihr etwas ein:

    »Mein Auto ist in der Werkstatt.«
    »Kaufen Sie sich doch endlich mal ein neues«, grunzte Brömmelberg, der in Autos nur ein Transportmittel sah. »Ich schicke Ihnen Schultze-Diepersdorf vorbei. Zehn Minuten.«

    Robina warf den Hörer auf den Apparat zurück. Zehn Minuten! Und ausgerechnet der Neue! Trotz Dusche war sie noch nicht mal richtig wach. Sie brauchte noch eine »Morgenlatte«, daran führte kein Weg vorbei. Während die Espressomaschine zum zweiten Mal an diesem Morgen ihre Arbeit tat, zog sie ihr Kurzschminkprogramm durch. Ohne Lidstrich und Wimperntusche würde sie das Haus nur verlassen, wenn sie selbst die Leiche wäre, hatte sie sich mal geschworen.

    Sie verbrannte sich den Mund, als sie rasch den Kaffee hinunterstürzen wollte, während sie mit einer Hand ihren Slip anzog. Dann hüpfte sie durch das Schlafzimmer. Sie schaffte es gerade so die Balance zu halten, während sie erst die rechte, dann die linke Socke anzog. Das hellblaue T-Shirt, das sie aus dem Schrank zog, war ungebügelt, und auf der Vorderseite prangte eine große Mickymaus, aber darauf konnte sie in dieser Situation keine Rücksicht nehmen. Kaum dass sie es übergestreift hatte, klingelte es auch schon.

    »Sofort!«, brüllte sie in die Gegensprechanlage, ohne abzuwarten, dass sich jemand meldete. Rasch noch Jeans, Lederjacke und Turnschuhe an und mit nassen Haaren raus. Als sie unten die Haustür aufriss, fiel Schultze-Diepersdorf, der sich dort angelehnt hatte, fast in den Flur.

    »Erst zerbrüllen Sie mir das Ohr, dann bringen Sie mich zu Fall. Was für eine nette Begrüßung!«, schnarrte er, rückte seine Intellektuellenbrille zurecht und entfernte imaginäre Stäubchen von seinem hellen Anzug. Anstelle einer Antwort rief Robina: »Mensch, meine Dienstwaffel!«, und raste die Treppe wieder hinauf.

    Schultze-Diepersdorf hatte sich inzwischen ins Auto gesetzt. Robina riss die Tür auf und ließ sich neben ihn plumpsen.

    »Habe ich richtig gehört? Haben Sie soeben Dienstwaffel gesagt?«
    »Ja, das klingt harmloser. Waffeln sind lecker und garantiert nicht tödlich. Ich benutze das Ding nicht sehr gerne.«
    »Wer tut das schon? Aber sich einen Kosenamen dafür auszudenken, ist wohl typisch weiblich!«, stellte Schultze-Diepersdorf in einem Ton fest, der genau verriet, was er davon hielt.
    »Hören Sie mal, Schultze mit tz«, sagte Robina, während sie sich anschnallte. »Für Metadiskussionen ist es eindeutig zu früh. Sagen Sie mir lieber, was uns erwartet.«

    Schultze-Diepersdorf war frisch gebackener Ermittler und erst seit zwei Wochen im Morddezernat. An den lockeren Ton hatte er sich noch nicht gewöhnt, aber das würde er müssen. In der Mordkommission musste man sich vieles schönlachen. Er würde noch früh genug dahinter kommen.

    Als sie am Nikolaiviertel angelangt waren, lenkte Schultze-Diepersdorf den Wagen durch den Fußgängerbereich. Wohlig rekelte Robina sich in den Polstern, starrte sinnierend aus dem Fenster des Wagens und dachte an gestern zurück: Ostermontag. Sven war bis zum Nachmittag mit einem Berg Geschichtsklausuren beschäftigt gewesen, und Robina hatte das wunderschöne Wetter genutzt, um von ihrer Wohnung in der Kastanienallee zum Nikolaiviertel zu spazieren. Berlin im Winter war für sie wie der Blick in einen Teereimer, und Frühlingssonnenstrahlen waren ein Genuss. Ihr Streifzug hatte sie auch zur Nikolaikirche geführt, und da sie nichts Besseres zu tun hatte, war sie einfach hineingegangen.

    Vor eben jener Kirche hielt Schultze-Diepersdorf nun, schaltete den Motor aus und riss Robina aus ihren Gedanken.

    »Was denn, hier?«, platzte sie heraus.
    »Wieso? Ist Ihnen der Tatort nicht genehm?« Schultze-Diepersdorf wirkte irritiert.
    »Nein, Unsinn. Aber diese Kirche steht bereits seit 1230 hier. Ich wohne gar nicht weit entfernt, und trotzdem war ich gestern bei meinem Osterspaziergang zum ersten Mal drin. Dass ich heute schon wieder hier bin, .nde ich nur merkwürdig, sonst nichts.«
    »Das hier wird sicher kein Spaziergang«, belehrte er sie überflüssigerweise, atmete tief durch, stieg aus und über das rot-weiße Plastikband. Ein eifriger Polizeibeamter in grünbeigefarbener Uniform wollte ihn aufhalten.

    »Lass mal, Hübi. Der ist neu bei uns. Das Gesicht wirst du dir merken müssen«, grinste Robina den Beamten an und betrat mit Schultze-Diepersdorf die Kirche, die um diese Zeit normalerweise geschlossen war. Die Leute von der Spurensicherung waren schon eingetroffen und wuselten in weißen Ganzkörperkondomen herum. Robina erinnerten sie immer an die Spermien aus dem Woody-Allen-Film Was sie schon immer über Sex wissen wollten.

    »Johannes Heinrich Baurmeister«, murmelte Robina, als sie sich dem abgesperrten Tatort näherten.
    »Sie kennen die Leiche?« Jetzt wirkte Schultze-Diepersdorf misstrauisch. »Man kann sie von hier doch nicht mal richtig erkennen!«
    Robina verdrehte die Augen. »Das Grabdenkmal, Schultze. Der Tote ist auf das Gitter des Baurmeister-Grabdenkmals gespießt. Ich war doch gestern erst hier.«

    Sie dachte an die blonde Frau, die das Gitter fotografiert hatte. Für ein Setting, wie sie ihren Kindern erklärt hatte. Oder hatte die Fremde am Ende einen Mord geplant? Konnte das möglich sein? Robina schüttelte den Kopf, verfolgte den Gedanken aber dennoch kurz weiter. Sie hatte mit den Jahren gelernt, dass man jeder Spur nachgehen musste. Alles konnte von Interesse sein, jeder noch so winzige Hinweis.

    Die Fotografin war ihr bereits am Neptunbrunnen aufgefallen. Von allen Seiten hatte sie den Brunnen auf dem Alex geknipst und Robinas Blick so auf einige Details gelenkt, die ihr zuvor noch niemals aufgefallen waren. Den steinernen Knaben etwa, der nackig zwischen Neptuns Füßen saß, den Oberkörper ängstlich nach hinten gedrückt, voller Angst vor einem steinernen Krokodil und mit einem entzückenden »Schippchen«.

    Auf dem Weg am Roten Rathaus vorbei in Richtung Nikolaiviertel hatte sie die Fremde dann wieder aus den Augen verloren, sie aber in der Kirche getroffen. Die Ankündigung einer Ausstellung des Malers Wolfgang Peuker hatte sie ihre Schritte in die Nikolaikirche lenken lassen. Ihr Geschmack war Peuker nicht – bis auf seine Darstellungen des Reichstagsgebäudes.

    Die blonde Frau, noch immer mit Familie im Schlepptau, hatte sich nahezu gar nicht für die Ausstellung interessiert, sich vielmehr umgesehen, als würde sie etwas suchen. Schließlich war sie vor dem Baurmeister-Grabdenkmal rechts neben dem Eingang stehen geblieben, hatte Denkmal und schmiedeeisernes Gitter davor fotografiert und anschließend die Daten der Gedenktafel in ein Notizbuch eingetragen. Und auf genau diesen schmiedeeisernen Stäben lag nun der Tote.

    Langsam näherte sich Robina dem Tatort und dem Leichnam. Der Tote lag mit dem Rücken über dem Geländer, das ihn durchbohrt hatte, der Kopf hing weit nach hinten über, so dass man aus dieser Position das Gesicht nicht erkennen konnte. Unter ihm war eine Blutlache und in die Blutlache hinein hatte jemand einen Smiley gemalt.

    »Das kann doch nicht wahr sein!«, stotterte Schultze-Diepersdorf, dessen Gesichtsfarbe sich den weißen Kirchenwänden angepasst hatte. »Haben Sie das hier schon fotografiert?«, fragte er einen der weißen Spermien und zeigte auf das Grinsegesicht auf dem Fußboden. Der Mann von der Spurensicherung warf ihm einen vernichtenden Blick zu und ging weiter.

    Robina lächelte ihrem konsternierten Kollegen aufmunternd zu: »Alles okay, Schultze?«
    »Diepersdorf. Schultze-Diepersdorf. Geht schon wieder. Ich kann bloß kein Blut sehen.«
    »Na, dann sind Sie ja genau richtig bei der Mordkommission.«
    Um nicht laut loszulachen, widmete sich Robina wieder dem Tatort.
    Die Scheinwerfer der Spurensicherung tauchten die Gedenktafel hinter der Leiche in gleißendes Licht:

    Johannes Heinrich Baurmeister (Kauf- und Handelsmann)
    * 12.3.1672 † 20.4.1732 und Euphrosine, geb.
    Meyer * 14.2.1672, vor 1772 gestorben.

    Darunter präsentierten zwei gelangweilt dreinblickende Puttenengelchen je ein Wappen. Auf dem rechten Wappen war ein Landarbeiter mit Sense abgebildet. Wie passend.
    Robina umrundete die Absperrung. Nun konnte sie das Gesicht des Toten erkennen – und wollte nicht glauben, was sie da sah.

    »Ist der Tote … ist er schon identifiziert worden?«, fragte sie einen Kollegen von der Spurensicherung.
    »Kennen Sie den nicht? Das ist doch dieser Schauspieler. Christoph Bruckner.«
    »Klar kenne ich den. Ich habe nur gehofft, ich hätte mich geirrt.« Desillusioniert schlurfte sie zu Schultze-Diepersdorf zurück, der noch immer um Fassung rang.
    »Das war mein Lieblingsschauspieler«, sagte sie. »Christoph Bruckner.«
    Schultze-Diepersdorf schien nur mäßig beeindruckt: »Ach der. Hat der nicht in Förster ohne Revier mitgespielt?«

    Robina grunzte: »So was würde ich mir nie im Leben ansehen! Nein, er hat zum Beispiel Gelernt ist gelernt gemacht. Auch den einen oder anderen Tatort. Und dann hatte er eine größere Rolle in dieser Serie – wie hieß die gleich? Ach ja, Spreepolizei. Schauen Sie sich ihn halt an. Aber latschen Sie die Spuren nicht kaputt.«

    Robina seufzte. Sie hatte Bruckner nicht nur als Schauspieler geschätzt, sie hatte ihn auch persönlich gekannt. Oder zumindest so etwas in der Art von »persönlich«. Bruckner hatte sie vor Jahren versehentlich auf der Friedrichstraße umgerannt, sich hinterher zigmal erkundigt, ob ihr auch nichts passiert sei und sie dann kurz entschlossen ins »Kulturkaufhaus Dussmann« auf einen Kaffee eingeladen. Dort hatte er ihr ein ganz entzückendes Autogramm geschrieben. Sie hatte ihn sogar noch einmal bei der Preview eines Kinofilms getroffen, und er hatte sich tatsächlich an sie erinnert. Und nun lag er aufgespießt vor ihr.

    Zögernd ging Schultze-Diepersdorf ebenfalls um die Absperrung herum, riskierte eine Zehntelsekunde lang einen Blick auf Bruckner und trat den Rückzug an.

    Wieso haben sie die Pfeife ausgerechnet mir zugeteilt, dachte Robina. Seufzend wandte sie sich einem Polizeibeamten zu: »Wer hat den Toten eigentlich gefunden?«
    »Eine der Putzfrauen. Sie sitzt da vorne.«
    »Ich gehe gleich zu ihr. Weiß man schon, was dieser Smiley zu bedeuten hat?«
    »Mit Verlaub, ich denke, das ist Ihr Job«, sagte der Polizist bestimmt, aber freundlich.
    »Es hätte ja nur sein können, dass jemand eine Idee dazu hatte. Oder etwas gefunden hat, das uns weiterhilft. Ich brauche Infos.« Robina riss die Hände in einer dramatischen Geste in die Luft. »Cretino!«, grunzte sie und hoffte, dass der Beamte kein Italienisch verstand.
    Die Spurensicherung hatte auch keine Vorstellung davon, was es mit dem Smiley auf sich haben könnte, also schnappte Robina sich Schultze-Diepersdorf und ging durch die Stellwände der Peuker-Ausstellung hindurch auf die Kirchenbank zu, auf der die Putzfrau saß.
    »Guten Tag, mein Name ist Robina Bernhardt von der Mordkommission.« Mit einem möglichst gewinnenden Lächeln hielt sie der verstörten Putzfrau ihren roten Dienstausweis vor die Nase. »Das ist mein Kollege Schultze. Wir haben ein paar Fragen an Sie.«
    »Schultze-Diepersdorf.«
    »Bitte?« Robina drehte sich irritiert zu ihm um.
    »Mein Name ist Schultze-Diepersdorf. So viel Zeit muss sein. Vor allem, wenn wir jemanden verhören.«

    Als wäre ihm klar geworden, dass er sich zu weit vorgewagt hatte, rückte er die Brille mehrmals auf seiner Nase hin und her.

    »Jetzt hören Sie mir mal zu, Schultze.« Robina dehnte den Namen und baute sich vor ihm auf, was für unbeteiligte Beobachter lustig aussehen musste, weil sie kleiner war als er. »Wir verhören hier niemanden, wir befragen. Und ich lass mich im Dienst von niemandem belehren, ist das klar?«

    Robinas Geduld war am Ende. Und das, wo sie noch nicht einmal seit einer Stunde einen Fall gemeinsam bearbeiteten. Das konnte ja heiter werden, dachte sie und wandte sich wieder der Putzfrau zu.

    »Also, Sie haben den Toten gefunden. Wann war das?«
    »Muss gewese sein kurz nach finf. Schicht fängt an um finf Uhr finfzehn, aber ich hab Schlissel, bin immer frieher da.«
    »Ist Ihnen etwas Ungewöhnliches aufgefallen?«
    »Tier war offen. Nicht abgeslossen. Das war noch nie. Bin rein, hab gerufen hallo, aber kein Antwort. Dann ich Licht anmachen und sehen Mann auf Gitter. Leberall Blutt!« Die Frau schlug die Hände vor das Gesicht, und Robina legte ihr die Hand auf die Schulter. »Beruhigen Sie sich. Das wäre für jeden ein Schreck.«
    »Ja, Schreck, große Schreck! Und wer kann töten Mann und malen lustige Gesicht in Blutt?«
    »Das wüssten wir auch gerne.« Robina streichelte noch einmal über die Schulter der Frau und blickte missmutig auf Schultze-Diepersdorf, der wie eine Salzsäule neben ihr stand.
    »Für welche Firma putzen Sie doch gleich?« Robina war sich nicht sicher, ob sie die Frage schon gestellt hatte.
    »Firma heißt ›Sauberwisch‹. Ulkige Name aber nette Chef. Wir sind zu dritt hier in Kirche, aber andere beide Fraue krank. Komme morgen wieder oder iebermorgen. Muss ich schaffen Arbeit allein bis dahin.«
    »Geht das denn?«
    »Ist viel, dauert lange, aber ist in Ordnung.«
    »Wissen Sie, wer noch einen Schlüssel für diese Tür hat?« Robina deutete den Gang hinunter zum Eingang.
    »Nein, weiß nicht. Ich habbe Schlissel von Chef. Chef sehr nett. Weiß, dass ich gut umgehe mit Schlissel.«
    »Danke. Mein Kollege wird noch Ihre Personalien aufnehmen. Damit wir uns bei Ihnen melden können, wenn wir noch eine Frage haben. Und falls Ihnen noch etwas einfallen sollte, rufen Sie mich an.« Sie reichte der Frau ihre Karte. »Auch wenn es Ihnen nicht wichtig vorkommt«, setzte sie hinzu.

    Sie ließ die beiden stehen, ging zurück zum Tatort und hockte sich vor die Blutlache, neben der sie der Smiley angrinste.

    »Was willst du uns sagen?«, murmelte sie leise. »Was geht in einem Menschen vor, der einen Mann umbringt und dann ein Grinsegesicht ins Blut malt? Das ist doch völlig krank. Peng, du bist tot, haha.«


    Buchbeitrag: Networkingstory

    Networkingstory (mit Karina Matejcek), in: Join in! Virtuelle Netzwerke für Frauen, die schneller Karriere machen wollen VDM Verlag, 2005

    Grafik

    In der Networkingstory erklären wir, wie es zu dem gemeinsamen Buchprojekt ‚Mama im Job’ kam.

    AMAZON-BESTELL-LINK


    Gute Nacht, hab ich gesagt!

    Gute Nacht, hab ich gesagt! Coppenrath, Lino-Reihe

    Gute Nacht, hab ich gesagt! Coppenrath, Lino-Reihe
    Ein Vorlesebuch für Vorschulkinder von Petra A. Bauer

    Das Buch ist nur über den Verlag im Zusammenhang mit der Lino-Gute-Nacht-Box zu beziehen.

    Es ist gar nicht so einfach einzuschlafen, wenn die Stofftiere putzmunter sind. Felix’ Eltern verstehen das Problem jedoch nicht und finden es gar nicht lustig, dass Felix immer wieder aufstehen muss.


    Mama im Job

    Mama im Job, Familie managen, Karriere gestalten, Alltag organisieren

    Grafik

    Mama im Job. Ein Ratgeber für berufstätige Mütter.
    Petra A. Bauer, Karina Matejcek
    ISBN 3-8323-1062-2
    Redline Wirtschaft, 2004

    AMAZON-BESTELL-LINK

    Staubtrockene Ratgeber gibt es viele. Mit ‚Mama im Job’ haben Petra A. Bauer und Karina Matejcek ein Buch geschrieben, das den Stellenwert einer guten Freundin einnehmen kann. Viele Praxisbeispiele aus Interviews mit 20 berufstätigen Müttern, gepaart mit einem lockeren Schreibstil, machen den Ratgeber zu einem Lesebuch, das immer wieder gerne zur Hand genommen wird.

    Nach dem „Eva-Prinzip“ aktueller denn je: Der Wunsch vieler Mütter, eben nicht hinter dem Herd zu enden, sondern ihre Berufstätigkeit wieder aufzunehmen. Wie Mütter es schaffen können, Job, Familie und Haushalt unter einen Hut zu bringen und dabei auch die eigenen Bedürfnisse nicht völlig zu vergessen, zeigt dieses Buch auf sehr anschauliche Weise.

    Sind Sie Berufsanfängerin oder Wiedereinsteigerin? Oder haben Sie gar einen völligen beruflichen Neubeginn vor sich, mit Talenten, die Sie während der Elternzeit entdeckt haben? Für all diese Lebensmodelle gibt es die passenden Beispiele aus dem wirklichen Leben. Kinderbetreuung, Netzwerken, Arbeiten im Home-Office, wie viel Haushalt ist nötig?
    Das Buch besticht insbesondere durch die vielen Erfahrungsberichte, die die beiden Autorinnen bei berufstätigen Müttern gesammelt haben. Überdies hat Petra A. Bauer selbst vier Kinder und weiß, wovon sie spricht.

    Neugierig geworden?
    Hier finden Sie die Website zum Buch
    Ein Interview mit Petra A. Bauer zum Buch.

     

     


    Bauer Claus bleibt heut zu Haus

    Bauer Claus bleibt heut zu Haus, Coppenrath, Lino-Reihe

    Bauer Claus bleibt heut zu Haus, Coppenrath, Lino-Reihe
    von Petra A. Bauer

    Das Buch ist direkt beim Verlag nur im Zusammenhang mit der Lino-Bauernhof-Box zu bestellen.

    Bauer Claus ist krank und kann sich nicht um seinen Hof kümmern. Da nehmen die Tiere das Ganze selbst in die Hand.

    LESERREAKTIONEN:

    B. Müller:
    “Dein Buch vom “Bauer Claus…” ist eines der Lieblingsbücher meiner Tochter und ich finde es ebenfalls spitze. Eine klasse Idee! Hoffentlich gibt es bald noch mehr Kinderbücher von dir.”


    Buchbeitrag: Hochbegabung - Segen oder Fluch?

    Hochbegabung – Segen oder Fluch? In: Knaurs Handbuch Familie, Droemer / Knaur, 2004

    Grafik

    AMAZON-BESTELL-LINK

    Mein Printbeitrag im Familienhandbuch (online stehen weitere) dreht sich um die Schwierigkeiten ein tatsächlich hochbegabtes Kind zu erkennen und es dann auch noch entwicklungsgemäß (nicht altersgemäß) zu fördern. Auch wechselseitige Probleme zwischen dem hochbegabten Kind und der Umwelt werden angesprochen.


  • Samstag, 14. April 2018 | KUNST | CARTOONS | PABBLES
    Pabbles Makeover
    Falls ihr mich noch kennt *hüstel* erinnert ihr euch vielleicht auch an meine Cartoonfigur Pabbles, die hier im Blog jetzt auch direkt über die Subdomain pabbles.writingwoman.de zu erreichen ist. Das ist aber nicht das einzige, was sich verändert hat:
  • Montag, 24. Juli 2017 | AUTORIN | BLOGGING
    Blogparade: Meine Schreibzimmer - Wo schreibe ich?
    Toni Scott von little-edition.de hat mich nochmal an die Schreibzimmerblogparade von Ricarda Howes schreibsuechtig.de erinnert, die ich beinahe vergessen hätte. Und nachdem Toni offenbar auch schon diverse Schreibplätze hatte, will ich euch mal von meinen erzählen:
  • Mittwoch, 22. März 2017 | KUNST
    Über Stilfragen und den (Un)Sinn von Perfektion
    Gestern hat Johanna Fritz auf Instagram gefragt, ob wir schon einen eigenen Zeichenstil haben. Diese Frage hatte ich mir auch schon gestellt:
  • Montag, 20. März 2017 | KUNST | MOLESKINE
    Warum ich kein Huhn sein möchte und Wissenswertes über Midoris.
    Ich wollt' ich wär' ein Huhn, ich hätt' nicht viel zu tun, ich legte jeden Tag ein Ei und nachmittags wär ich frei ... Die Vorstellung, den ganzen Tag nichts anderes tun zu KÖNNEN, macht mich schon beim Zuhören wuschig.
  • Sonntag, 19. März 2017 | KUNST
    Sonntags-Kreativ-Wumms
    Ich wollte schon lange wieder mehr zeichnen. Und weil ich so aus der Übung bin, habe ich die Muße heute genutzt und losgelegt. Z.B. habe ich einfach Zeug gezeichnet, das bei uns rumsteht.