Papyrus für Autoren im Praxistest
Nach längerer Zeit war ich wieder einmal auf der Website meines geschätzten Kollegen Andreas Eschbach. Ich stieß dort auf seinen Bericht über das Textverarbeitungsprogramm "Papyrus", das offenbar zu seinem Standardwerkzeug gehört. Er war maßgeblich an der Entwicklung einer Version "Papyrus für Autoren" beteiligt, die voraussichtlich im Oktober 2008 auf den Markt kommt.

28. September 2008
Gestern hat man mir bei Twitter die Frage gestellt, ob ich meine Bücher eigentlich mit Word schreiben würde, oder eine spezielle Software dazu nutze.
Meine Antwort: Ja, auch mit Word. Kommt ja schließlich auf den Inhalt an ;-)
Der Vollständigkeit halber habe ich jedoch Programme wie ywriter (dazu hatte ich mehrere Blogeinträge verfasst [VERLINKEN!]), Write Pro Fiction und Storylines genannt, die ich auch schon ausprobiert und z.T. genutzt hatte.
Da wusste ich noch nicht, dass ich heut diesen und diesen Beitrag bei Andreas Eschbach lesen würde, der mich so neugierig gemacht hat, dass ich das Demo-Programm samt Duden-Korrektor sofort heruntergeladen und mein aktuelles Manuskript eingefügt habe.
Kleine Zwischen-Info: Ich nutze Windows Vista. Papyrus läuft unter Win und Mac.
Den Duden-Korrektor habe ich nicht sofort in das Papyrus-Verzeichnis geladen (wer lesen kann, ist klar im Vorteil *g*), daher kann ich ihn auch nicht nutzen. Weiß der Geier, was das jetzt ist. Ich ignoriere das Problem erst einmal und beschäftige mich später damit.
Ich begann im Handbuch zu lesen, das laut Anwender-Meinung sehr gut ist, aber mir fehlt mal wieder die Zeit, also mache ich Learning by Burning, äh Doing.
Was mir sofort positiv auffiel:
Das Klemmbrett und die Notizzettel.
Textpassagen, die noch nicht an der Reihe sind, markiere ich und schiebe sie nach rechts auf die graue Klemmbrett-Fläche, von wo ich sie nach Belieben wieder ins Dokument zurückschieben kann.
Auf die Notizzettel habe ich Brainstormingpassagen kopiert, Inhaltsübersicht, Infos zu Figuren, etc. Alles, was ich sonst in einem gesonderten Word-Dokument hatte. Das fand ich immer schon ziemlich lästig und freue ich jetzt über die bequeme Ablage.
Der Zeilenabstand
Bei Papyrus muss ich nicht den umständlichen Weg über Format - Absatz - Zeilenabstand gehen. Ich kann dort einfach ein Symbol anklicken: Zeilenabstand im Absatz kleiner. Oder eben: Zeilenabstand im Absatz größer. Man kann auch den genauen Abstand anzeigen lassen und nach Bedarf einstellen. Aber die One-Click-Option gefällt mir besonders.
Ich werde damit jetzt zunächst weiter mit der Demoversion arbeiten und im Laufe der nächsten Wochen entscheiden ob ich die Vollversion erstehe. Vielleicht habe ich bis dahin auch gehört, wie die Autorenversion rockt ;-)
8. Oktober 2008
Duden-Korrektor ist jetzt im richtigen Ordner und läuft auch ordnungsgemäß unter Papyrus.
Ich schreibe in Papyrus weiter am Manuskript von ‘Unschuldsengel’, kopiere den Text jedoch anschließend immer nach Word. Einmal, weil ich nicht will, dass ich zu spät bemerke, dass dei Demoversion nicht mehr gültig ist und ich dann am Ende meinen Text verliere. Und zweitens, weil ich noch nicht herausgefunden habe, wie ich in Papyrus eine Normseite einrichten kann. Ich möchte aber immer Seiten zählen, das gibt mir mehr als eine Zeichenzahl. Doch das werde ich schon noch heruasfinden. Wichtig ist jetzt die Arbeit am MS.
Später am Tag habe ich mich doch mal um die Seitenformatierung gekümmert. Unter dem Menüpunkt DOKUMENT -> SEITENLAYOUTVORLAGEN kann man nämlich eine sog. Stammseite einrichten. Ich habe eine neue Stammseite eingerichtet, die ich BUCHFORMAT genannt habe. Erst wollte das Manuskript nicht so recht für alle vorhandenen Seiten die Formatvorlage annehmen, aber nach einiger Fummelei hat es dann doch geklappt.

Während der rein mechanischen Arbeit des Einrichtens, formierten sich Gedanken zu den Figuren, die wiederum Einfluss auf einige Teile des Plots hatten. Ich habe jetzt Textschnipsel (blau) auf dem Klemmbrett rechts neben dem Dokument abgelegt und Infos zu den Figuren auf grünen Klebezetteln. Infos zur Handlung habe ich auf gelben Klebezetteln (alle rein virtuell natürlich). Dabei stellte ich fest, dass das Klemmbrett nicht mitscrollt, also nicht erweiterbar ist. Da ich viele Notizen abzulegen gedenke, habe ich kurzerhand einen gelben Zettel rechts an den Manuskriptrand geklet, und siehe da: Das funktiert auch, und der Zettel bleibt dort auch kleben. Ich kann mir also den gesamten Seitenrand mit Notizen zupflastern; das lohnt sich auf 200 Seiten dann sicher.
11. Oktober 2008
Im Papyrus-Forum habe ich gelernt, dass ich nicht nur gelbe und grüne Notizzettel zur Verfügung habe. Das hatte ich nämlich schon bedauert. Mit rechtem Mausklick aufs Klemmbrett kann ich voreingestellte andersfarbige Notizzettel generieren. Mit Rechtsklick auf den Zettel kann ich Farben, Muster, etc. noch individuell verändern.
So habe ich heute rote Klebezettel für die “Red Herrings” erstellt, die “falschen Fährten”. Am Ende des Dokuments habe ich eine Seite dafür reserviert (es werden wohl noch mehrere Seiten werden).

Bisher habe ich grobe Stichworte zu drei falschen Fährten erstellt. Im Laufe der Zeit werde ich notieren, wann ich welche Hinweise einstreuen muss. Dazu ist es ganz praktisch schmale Notizzettel nebeneinander zu arrangieren, als hätte ich Spalten. Daraus kann ich eine Art Timeline stricken.
23.10.2008
Gestern Abend wurde Papyrus Autor released. Ich habe es eben bestellt. Es kommt rechtzeitig, denn ich glaube, ich brauche den größeren Funktionsumfang so langsam ;-)
25.10.2008
Gestern Papyrus Autor heruntergeladen. Heute habe ich mich durch die Hilfedatei gefräst, um herauszufinden, was Papyrus Autor eigentlich alles kann. Bin sehr entzückt, als ich feststelle, dass man im Text direkt zu Datenbanken verlinken kann. Wenn ich also unsicher bin, welcher Protagonist wie alt ist oder welche Haarfarbe hat, kann ich gleich eine Verknüpfung anlegen und klicke einfach drauf, wenn ich irgendwie im Text auf die jeweilige Fogur stoße und mehr wissen will.
Ein Inhaltsverzeichnis anlegen, um in großen Dolumenten schneller navigieren zu können, erweist sich erstmal als nicht so einfach, weil ich nciht überall Überschriften habe, aber es macht sich langsam. Ich habe auch nicht erwartet, dass bei einem Programm, dass offenbar so viel bietet, alles im Schlaf zu erlernen ist. Ich muss halt ne Weile üben, bin aber sicher, dass mir Papyrus Autor auf Dauer sehr gute Dienste leisten wird, da man alles benutzerdefiniert anlegen kann.
» » Prokrastination , Aufschieberitis - Ich trödle, also bin ich.
« « Bundesliga - Für welchen Verein kann ich denn jubeln?
Dieser Eintrag kann nicht mehr kommentiert werden.
- Kategorien:
- Aktuelles und Neuerscheinungen
- Ankündigungen / Termine
- In Arbeit oder Planung
- In eigener Sache
- Lesungen - Berichte
- Writingwoman in den Medien
- Tipps für Autoren
- Monate im Archiv:
- Oktober 2011
- August 2011
- Januar 2011
- November 2010
- September 2010
- August 2010
- März 2010
- Januar 2010
- Dezember 2009
- November 2009
- Oktober 2009
- September 2009
- August 2009
- Mai 2009
- April 2009
- März 2009
- Februar 2009
- Januar 2009
- November 2008
- Oktober 2008
- September 2008
- Juni 2008
- April 2008
- März 2008
- Januar 2008
- Juni 2006
- September 2004
- Was plane ich denn so?
Montag, 24. Oktober 2011 - NEUAUFLAGE! A Heart in New York - Ein Herz in New York
Mittwoch, 10. August 2011 - VÖLLIG NEU AUFGELEGT - San Francisco Love Affair
Donnerstag, 27. Januar 2011
-
Dienstag, 15. Mai 2012 | BERLIN | FOTOS | MENSCHEN | STREETSTYLE | Unterwegs
Friederike - Berlin, Tauentzienstraße
Foto: Petra A. Bauer | Jacke: Primark (London), Schuhe: Intersport... -
Mittwoch, 09. Mai 2012 | BERLIN | STREETSTYLE | Unterwegs
“Geh doch endlich an dein Handy!”
dachte ich gestern am Tauentzien, als ein Dudelsack-Klingelton einfach kein Ende nahm. Kurz darauf musste ich an den Vortrag von Felix Schwenzel auf der re:publica denken, der in der Gleichung gipfelte: Virtualität gleich Realität. Auf der Kreuzung stand nämlich ein leibhaftiger Dudelsackspieler. -
Montag, 07. Mai 2012 | AUFREGER | BLOGGING | IN EIGENER SACHE
Geld verdienen mit Blogs in Deutschland
Eigentlich hätte ich schon wieder die Überschrift meines vorletzten Postings nehmen können: "Wir müssen reden!" Geld verdienen mit Blogs scheint in Deutschland ein Ding der Unmöglichkeit zu sein, während es in den USA durchaus an der Tagesordnung ist - entsprechenden Arbeitseinsatz vorausgesetzt (Content, Content und naochmal Content!). Einmal ist es ein Reichweitenproblem, nicht zuletzt wegen der Sprachbarriere. Es gibt einfach mehr englischsprechende Menschen als deutschsprachige. Aber zum anderen scheint es ein massives Mentalitätsproblem zu geben - und das lässt sich offenbar nicht so leicht beseitigen. -
Montag, 07. Mai 2012 | Internet | Unterwegs | Veranstaltungen
Zugeflauscht auf dem Affenfelsen
Die Tage 2 und 3 der diesjährigen re:publica waren geprägt von Treffen am "Affenfelsen", den treppenförmigen Gebilden in der Mitte der großen Halle, die zum Meet & Greet mit alten und neuen Bekannten einluden. (Hier geht es zu Tag 1) -
Mittwoch, 02. Mai 2012
“Wir müssen reden!”
Neue re:publica, neue Location - und doch bleibt alles beim Alten. Eindrücke vom ersten Tag der re:publica 2012.






